Stadt sucht Christbaum

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Auch in diesem Jahr sucht die Stadt Starnberg wieder einen passenden Christbaum, der den Kirchplatz in der Weihnachtszeit verschönern soll.
Bei dem Baum sollte es sich um einen schönen und gerade gewachsenen Nadelbaum mit einer Baumhöhe von bis zu 20 Metern handeln.
Ansprechpartner für alle, die einen Baum kostenlos zur Verfügung stellen möchten, ist der städtische Betriebshof. Potenzielle Baumspenderinnen und Baumspender können eine E-Mail an verwaltung.betriebshof(at)starnberg.de schreiben.

Erfolgreiches Ferienprogramm

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Die Sommerferien sind zu Ende gegangen und damit auch das Sommerferienprogramm der
Stadt Starnberg. Das Ferienprogramm ist seit nunmehr 44 Jahren immer wieder ein Highlight in den großen Ferien. „Nachdem die Veranstaltung im letzten Jahr wegen Corona leider nicht stattfinden konnte, sind wir froh, dass sie in diesem Jahr mit einem kleineren, aber abwechslungsreichen Programm wieder umsetzbar war“, so Erster Bürgermeister Patrick Janik.
Obwohl dieses Jahr durch die Corona-Einschränkungen auf Busausflüge verzichtet werden musste, konnten sich die Kinder bei 18 verschiedenen Veranstaltungen sportlich austoben, kreativ werden und die Natur genießen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten beispielsweise einen Tag bei der Wasserwacht oder bei den Pfadfindern verbringen, einen Kurs im Stand-up-Paddling besuchen oder einen Waldausflug machen. Dank 70 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern haben insgesamt rund 220 Kinder und Jugendliche das diesjährige Ferienprogramm besucht.
1977 fand das erste Sommerferienprogramm statt- es bestand aus 12 Veranstaltungen, darunter Wanderungen durch das Leutstettener Moos und nach Maising, eine Schnitzeljagd durch Starnberg, eine Dampferrundfahrt, Ponyreiten, ein Fahrradgeschicklichkeitsturnier und eine Fahrt zum Freilichtmuseum Glentleiten, und wurde von 200 Kindern besucht.
Seitdem wurde, bis auf den Corona-bedingten Ausfall im letzten Jahr, jährlich ein Sommerferienprogramm für die Starnberger Kinder organisiert, an dem vor Corona-Zeiten jährlich durchschnittlich 350 bis 450 Kinder teilgenommen hatten.

Schmankerlmarkt

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Steckerlfisch, Wiesnbrezn und gebrannte Mandeln, dazu Bier, Champagner oder Gin – das gibt es am kommenden Samstag auf dem Starnberger Schmankerlmarkt. Von 11 bis 18 Uhr bieten die Wochenmarkthändler und Foodtrucks auf dem Kirchplatz bayerische Schmankerl an, die Stadtkapelle Starnberg sorgt für musikalische Unterhaltung. Wer Lust auf ein geselliges Beisammensein hat, ist am Samstag gern gesehen – Tracht ist jederzeit willkommen. Ausweichtermin bei schlechtem Wetter ist eine Woche später: am Samstag, den 2. Oktober 2021.

Abschlussfest Sommerleseclub 2021

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Über 181 Anmeldungen gab es dieses Jahr für den bereits zum fünften Mal durchgeführten Sommerferien-Leseclub der Stadtbücherei Starnberg.
Als Belohnung für ihr Engagement in den Schulferien haben sich ca. 60 Kinder am Samstag in der kleinen Schlossberghalle eingefunden, um von der Erzählerin Gabi Altenbach mit lustigen und schrägen Märchen und Geschichten zum Lachen und Staunen gebracht zu werden.
Im Anschluss wurden diejenigen Leserinnen und Leser prämiert, die ihr Sommer-Journal besonders kreativ gestaltet haben. Hierbei gab es Preise für die Kreativpinnwand, den Teamsteckbrief, den Teamnamen, den Story-Check sowie für die Gesamtgestaltung des Heftes.
Die 9-jährige Vielleserin Kyra, die im Aktionszeitraum 46 Bücher gelesen hat, erhielt als Preis für ihr eifriges Lesen ein Badehandtuch sowie einen Buchpreis.
Als nächstes wurden unter allen Kindern, die im Aktionszeitraum drei Bücher gelesen und ihr Sommer-Journal abgegeben haben, Preise verlost, die Zweite Bürgermeisterin Angelika Kammerl gezogen und überreicht hat. Hierbei wurden Eintrittskarten für das SeaLife München, Gutscheine für das Seebad Starnberg, die Eiswerkstatt, Eisdiele GelatOK, die Bücherjolle sowie Badehandtücher, Spielwaren, Schulbedarf und Buchpreise verlost. Keines der Kinder ging leer aus. Neben einer Urkunde hat jedes Kind einen Trostpreis erhalten.
Ein besonderer Dank gilt folgenden lokalen Unternehmen, die wieder Preise für die leseeifrigen Kinder gespendet haben: Bücherjolle, Buchhandlung Rupprecht, Eisdiele GelatOK, Eiswerkstatt, gwt, Illustrator Jan Birck, Schreibwaren Zwickel, Seebad Starnberg, Spielhaus und Spielwaren Krömer.
Alle Kinder, die am Samstag nicht persönlich anwesend waren, können ihre Urkunde sowie gewonnene Preise während der Öffnungszeiten in der Bücherei im ersten Obergeschoss an der Info abholen. Bitte beachten Sie, dass die Bücherei mittlerweile die 3G-Regel umsetzen muss, sodass bei Erwachsenen eine Abholung nur mit einem Geimpft-, Getestet- oder Genesen- Nachweis möglich ist. Kinder sind von dieser Regelung ausgenommen.
Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter Tel: 08151/3049 an die Bücherei wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.

Noch „Faire Woche“

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Noch bis zum 24. September läuft die „Faire Woche“, die bundesweit größte Aktionswoche für den fairen Handel. Als Fairtrade-Stadt beteiligte sich Starnberg mit einem Infostand auf dem Wochenmarkt am Samstag, 11. September und am Donnerstag, 16. September. „Unser Ziel ist es, fair gehandelte Produkte und faire Arbeitsbedingungen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, so Stadträtin Kerstin Täubner-Benicke. Zusammen mit weiteren engagierten Stadträtinnen vertrat sie an beiden Tagen die städtische Fairtrade-Steuerungsgruppe auf dem Starnberger Wochenmarkt.
Neben fair produzierten Jutebeuteln mit Starnberg-Logo und fairer Schokolade gab es unter dem Motto „fair und regional“ auch Infomaterial und Kochbücher, um Interessierten die Kriterien des fairen Handels näher zu bringen. Der Starnberger Wochenmarkt ist der ideale Ort, um für das Thema zu sensibilisieren und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Viele Wochenmarktbesucher nutzten das Angebot und wollten mehr über fair gehandelte Produkte erfahren.

Ausstellung „malerisch“

malerisch!

Villen und Künstler*innen am Starnberger See

Eröffnung am Sonntag, den 19. September um 15 Uhr

19.09.2021 – 06.03.2022

 

Historische Villen und Landhäuser prägen bis heute die Landschaft rund um den Starnberger See. In den Sommerhäusern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts begegneten sich Adel, Bürgertum und Künstlerschaft auf einzigartige Weise. Das gesellschaftliche Leben dieser Zeit ist ein besonderes Kapitel in der Kulturgeschichte. Die Ausstellung nähert sich ausgewählten Villen über Kunstwerke, unter anderem von Lovis Corinth, Hermann Ebers, Franz von Lenbach, Gabriel von Max, Marie von Miller, Paul Thiem und Wilhelm Trübner.

Einige der Werke sind von großer kunsthistorischer Bedeutung und andere vor allem als Zeitdokumente wertvoll. Alle sind mit den Häusern und Bewohner*innen unmittelbar verbunden und viele waren nie zuvor öffentlich ausgestellt.

Im Rahmen der Ausstellung wird das Bild „Im Park der Villa Knorr“ von Wilhelm Trübner vorgestellt, das mit Unterstützung des Freundeskreis Museum Starnberger See für die Sammlung des Museums erworben werden konnte.

Die Ausstellung basiert auf dem Buch „Sehnsucht Starnberger See. Villen und ihre berühmten Bewohner im Porträt“ und entstand in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorikerin Katja Sebald. Sie wird ermöglicht durch die Unterstützung unserer Förderer Landkreis Starnberg, Stiftung der Sparkasse Starnberg-Ebersberg, Euroboden Architekturkultur und dem Freundeskreis Museum Starnberger See.

Ausstellungstexte:

Villa Linprun

Dr. Carl Joseph von Linprun, königlicher Rat und Leibarzt des Prinzen Karl von Bayern, ließ sich nur einen Steinwurf entfernt von der Villa Almeida des Prinzen nieder. Das schlichte und elegante Haus erinnert an italienische Architektur. Helle Fensterläden, ein zart rosafarbener Anstrich und zwei luftige Veranden auf der Seeseite unterstreichen diesen Eindruck. Ab 1893 bewohnte der Bildhauer Adolf von Hildebrand die Villa Linprun und ließ sie von Emanuel von Seidl für seine Zwecke umbauen. Um 1900 verkaufte er sie an den wohlhabenden und gesellschaftlich hochangesehenen Bierbrauer Eugen Thomaß. Einige von dessenNachfahren leben noch heute in der Villa.

Villa Lenbach

Engagiert und höchstpersönlich begleitete Franz von Lenbach alle Stadien der Planung und des Baus seiner repräsentativen Sommervilla auf dem Mühlberg. Immer größer wuchsen seine Pläne, ein wahres Schloss sollte entstehen. Gabriel von Seidl entwarf eine stattliche Villa mit zwei weitläufigen Seitenflügeln. Der Architekt hatte für den Künstler bereits ein Stadthaus mit benachbartem Atelier geplant – die heutigeStädtische Galerie im Lenbachhaus. Auch in der Starnberger Villa des wohlhabenden Malers sollte ein großes Atelier entstehen. Terrassen, Veranden und eine Aussichtsplattform auf dem Dach sollten den Blick über den See bis zu den Bergen ermöglichen. Lenbach aber konnte den Blick nicht mehr genießen und malte kein einziges Bild in seiner Sommerresidenz. Er starb im Mai 1904, kurz vor der Fertigstellung der Villa.

Villa Thiem

1896 kaufte der Berliner Bankier und Kunstsammler Adolph Thiem für seinen fast vierzigjährigen Sohn, den Maler Paul Thiem, auf dem Mühlberg ein größeres Grundstück. Noch im selben Jahr lieferte der Münchner Architekt Carl Lemmes den Entwurf für ein zweigeschossiges Landhaus mit Atelier Es entstand ein hübsch am Hang aufragender Bau. Vor allem aber zeichnet sich dieses Künstlerhaus durch seine vielen Balkone auf der Seeseite aus. Von dort boten sich dem Maler zu allen Tageszeiten wunderbare Ausblicke in die Landschaft. Die Villa Thiem gehört heute der Stadt Starnberg, das historische Atelier wird den alle zwei Jahre gekürten Kunstpreisträger*innen der Stadt zur Verfügung stellt.

Villa Mussinan

Der junge Oskar Mussinan war ein glühender Verehrer der skandalumwitterten Tänzerin Lola Montez. Als die königliche Geliebte aus München vertrieben wurde, musste auch Mussinan die Stadt verlassen, um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen. Er wanderte nach Amerika aus und kehrte erst ein Vierteljahrhundert später nach Bayern zurück. Der Skandal war abgekühlt und Mussinan mittlerweile steinreich. Am Starnberger Seeufer baute er sich ein schlichtes, aber durchaus elegantes Landhaus als Sommersitz. Mussinans Tochter Margarete, genannt „Maggy“, heiratete Anfang der 1920er Jahre den verwitweten Justizrat Hermann Steininger. Der amerikanische Maler Edward Cucuel und seine Frau, die Malerin Clara Lotte von Marcard, waren in den Sommermonaten regelmäßig zu Gast bei den Steiningers.

Villa Knorr

Die weithin über den See sichtbare Villa Knorr vereint den sogenannten Maximiliansstil mit italienischer Eleganz. Die Gestaltung des Hauses ist modischer Ausdruck des Zeitgeistes in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Tatsächlich aber liegen die Wurzeln des Bauherrn Angelo Knorr in Italien. Sein Großvater Angelo Sabbadini war 1770 aus Udine nach München gekommen. In den folgenden Jahrzehnten baute er ein überaus erfolgreiches Handelsunternehmen und ein beeindruckendes Vermögen auf. Die rosarote Villa Knorr war der erste Bau und zugleich das Herzstück der Villenkolonie Niederpöcking. Hier ließ das Münchner Großbürgertum sich nieder und feierte im Sommer rauschende Feste. Angelo Knorr war den schönen Künsten zugetan und empfing gern Künstler als Gäste, darunter auch den Maler Moritz von Schwind. 

Villa Quellenheim

Marie von Miller war eine begabte Malerin. Im Rollenverständnis des 19. Jahrhunderts blieb das jedoch wenig beachtet. Als Ehefrau von Oskar von Miller, dem Ingenieur und Gründer des Deutschen Museums, konnte sie nicht als Malerin in Erscheinung treten. In der Villa Quellenheim verbrachte das Paar die Sommer am Starnberger See. Bauherr des herrschaftlichen Hauses war Ferdinand von Miller, der als Erzgießer zu königlichen Ehren gekommen war und in den Adelsstand erhoben wurde. Er schenkte die gerade fertiggestellte Villa 1855 seiner Frau Anna zur Geburt des zehnten Kindes – eben jenes Oskar von Miller. Die strahlend hellgelbe Maximilianstil-Fassade der Villa Quellenheim ist ein markanter Fixpunkt am westlichen Seeufer. Sie ist in vierter Generation in Familienbesitz. Auf dem Dach weht stets die Fahne mit dem Familienwappen.

Villa Carl

Die Villa Carl an einem Hügelhang in Feldafing ist eigentlich keine Villa, sondern ein Landhaus im allerbesten Sinn. Der Chemiker und Verleger Hans Carl war ein moderner Familienvater, der von der Lebensreformbewegung seiner Zeit begeistert war. Er wollte zuhause arbeiten und das ganze Jahr über mit Frau und Kindern in einer gesunden Umgebung wohnen. Der Architekt und Künstler Richard Riemerschmidplante für die Familie Carl den wohlproportionierten ländlichen Jugendstilbau bis ins Detail. Er entwarf auch die Gartenanlage sowie zahlreiche Möbel für das Haus. Die Villa Carl befindet sich seit über hundert Jahren in Familienbesitz. Lothar-Günther Buchheim porträtierte in der Nachkriegszeit den Erbauer des Hauses.

Villa Waldberta

Die Villa Waldberta thront hoch oben auf dem Hügelkamm der Feldafinger Villenkolonie, majestätisch und verwunschen zugleich. Großartig ist der Blick auf den See und die Berge, der sich von Terrassen und zahlreichen anderen Aussichtspunkten bietet. Erbaut wurde die Villa von dem Münchner Bankier Bernhard Schuler, der sie jedoch schon ein Jahr nach Fertigstellung verkaufte. Danach wechselte sie mehrmals den Besitzer. Das deutsch-amerikanische Ehepaar Franz und Bertha Koempel vererbte das Anwesen an die Stadt München. So kann die Villa auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken und bietet heute Künstler*innen aus aller Welt eine temporäre Heimat im Rahmen eines Stipendiums der Stadt München.

Tanera-Haus

Das sogenannte Raffl-Anwesen war ursprünglich ein niedriges Bauernhaus mitten im historischen Ortskern von Bernried. Als der Militärschriftsteller Karl Tanera 1893 das uralte Haus kaufte, war es bereits eine kleine Sommervilla. Der Bernrieder Jäger Johann Buchwieser hatte es wenige Jahre zuvor aufstocken lassen und mit einem hübsch geschnitzten Balkon auf der Seeseite versehen. Da Tanera selbst viel auf Reisen war, vermietete er sein Haus an Sommerfrischler. Der Schriftsteller Max Halbe beschreibt das Haus in seinem autobiografischen Roman „Jahrhundertwende“ als Treffpunkt der Münchner Bohème. Hier malte Lovis Corinth im Sommer 1899 das Bild „Frühstück in Max Halbes Garten“. 

Villa Ebers

Die Villa Ebers mit ihrem Aussichtsturm und dem hohen Walmdach gehört zu den markantesten Gebäuden in Seeshaupt. Der Maler und Schriftsteller Hermann Ebers erweiterte den ursprünglich schlichten Bau zu einer stattlichen Villa. Zu seinem Besitz gehörte ein Englischer Park, ein Rosengarten und eine kleine Landwirtschaft. Ebers ließ sich im Garten ein Atelierhaus bauen, er war jedoch ein leidenschaftlicher Freiluftmaler und wanderte oft weite Strecken mit der Staffelei. Im Jahr 1911 waren Katia und Thomas Mann zum ersten Mal zu Besuch in der Villa Ebers in Seeshaupt und trugen sich ins Gästebuch ein. Er schrieb „entzückt und dankbar“, sie fügte hinzu: „leider auch neidisch“.

Villa Schrenck-Notzing

Die imposante Villa mit dem großen und wunderschönen Park in Ammerland geht auf den Stuttgarter Unternehmer Gustav Siegle zurück. Ihren heutigen Namen hat sie jedoch von Albert von Schrenck-Notzing, einem Münchner Arzt, der als „Geisterbaron“ berühmt wurde. Schrenck-Notzing entstammte einem uralten Münchner Patriziergeschlecht. Durch die Heirat mit der schwerreichen Industriellentochter Gabriele Siegle wurde er finanziell so unabhängig, dass er sich in seiner Münchner Privatpraxis ganz seinen neuartigen Therapiemethoden und seinen Experimenten auf dem Gebiet von Hypnose und Parapsychologie widmen konnte. Er gilt als der erste Psychotherapeut im süddeutschen Raum.

Villa Max

Bald nach dem Kauf malte der Künstler Gabriel von Max vom See aus seinen neuen Besitz in Ammerland. Das hübsche weiß gestrichene Landhaus mit den grünen Fensterläden und den Balkonen auf beiden Etagen verbildlicht die Idylle des sommerlichen Lebens am Starnberger See. Die Villa Max war aber auch Schauplatz von Séancen und spiritistischen Zusammenkünften. Im Jahr 1884 fanden sich bei einer Tagung der Theosophischen Gesellschaft die bekanntesten Geisterbeschwörer der Zeit unter der altehrwürdigen Holzdecke im Speisezimmer ein. Zu den regelmäßigen Gästen dürften Albert von Schrenck-Notzing sowie die Schriftsteller Carl du Prel und Gustav Meyrink gehört haben.

Villa Leoni

Die allererste Villa am Starnberger See gibt es nicht mehr. Ihr Bauherr wäre wohl längst vergessen, hätte nicht ein Ortsteil der Gemeinde Berg seinen Namen angenommen. Guiseppe Leoni war nicht der gefeierte Star der Münchner Oper, wie man lange glaubte, und die Villa Leoni war auch kein prunkvoller Sommersitz. Tatsächlich war Leoni wohl ein keineswegs herausragender Chorsänger und die Villa Leoni ein Gasthaus. Vorbild für das 1825 fertiggestellte Anwesen direkt am See könnte das klassizistische Münchner Palais Salabert, heute bekannt als Prinz-Carl-Palais, gewesen sein. Der junge Architekt Carl von Fischer hatte mit diesem Bau viel Aufsehen erregt. Auch Leoni war bald in der ganzen Stadt bekannt: Wer unter den Münchner Künstlern etwas auf sich hielt, kehrte bei ihm ein. Mit Johann Jakob Dorner war er befreundet. Belegt sind auch Besuche zahlreicher anderer Maler wie Wilhelm von Kaulbach und Carl Rottmann. Sogar König Ludwig I. soll den fast legendären Ort besucht haben.

U18 Bundestagswahl

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Noch bis zum 17. September finden deutschlandweit zahlreiche
Aktionen rund um die U18-Bundestagswahl statt. U18 ist die
Wahl für Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihres Alters
nicht an regulären Wahlen teilnehmen dürfen. Bei der diesjährigen U18-Bundestagswahl im Landkreis Starnberg können die
Jugendlichen ihre Stimme beispielsweise im Wahllokal des Jugendtreff Nepomuk abgeben. Auch hier haben bereits Informations- und Aktionstage stattgefunden.
Das Wahllokal des Jugendtreffs hat Mittwoch und Donnerstag (15.09./16.09.21) von 14:00 bis 20:00 Uhr geöffnet und am Freitag, 17.09.21, von 14:00 bis 18:00 Uhr.
Die bundesweiten Wahlergebnisse, inklusive der Ergebnisse der 630 bayerischen Wahllokale, werden bis zum 19. September 2021 veröffentlicht und können als Signal der Jugend an die erwachsenen Wähler:innen verstanden werden. Die U18-Bundestagwahl wird in Bayern durch den Bayerischen Jugendring (BJR) koordiniert. Weitere Wahllokale im Landkreis sind das Stellwerk – Haus der Jugend in Herrsching, sowie das Jugendzentrum in Gauting.
Weitere Infos unter Tel.: 0815116766, E-Mail: info(at)nepomuk-starnberg.de.

Abschlussfest Sommerleseclub

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Am Samstag, den 18. September findet um 15.00 Uhr im Großen Saal der Schlossberghalle (Vogelanger 2) die Abschlussparty des Sommerferien-Leseclubs der Stadtbücherei Starnberg statt.
Die teilnehmenden Kinder erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Gabi Altenbach, die mit ihrem Märchenkoffer durch die Welt reist.
Alle Kinder, die im Aktionszeitraum vom 27. Juli bis 14. September mindestens drei Bücher gelesen und ihr Sommer-Journal abgegeben haben, erhalten für ihr Lese-Engagement eine Urkunde von Zweiter Bürgermeisterin Angelika Kammerl überreicht.
Daneben werden tolle Preise verlost. Als Hauptpreis gibt es zum Beispiel zwei Eintrittskarten für das „SeaLife“ in München zu gewinnen. Zudem werden Preise für die kreative Gestaltung des Sommer-Journals, für den schönsten Leseplatz, den Story-Check, die Kreativ-Pinnwand und einen Gesamtpreis für das schönste Sommer-Journal vergeben.
Der Einlass zum Abschlussfest ist nur für angemeldete Mitglieder möglich. Aufgrund der aktuellen Situation wird für jedes Kind ein fester Sitzplatz vergeben, sodass eine verbindliche Anmeldung per E-Mail an buecherei(at)starnberg.de oder telefonisch unter 08151-3049 bis 17. September erforderlich ist.
Ein Besuch der Veranstaltung ist ausgeschlossen, wenn man in den letzten 14 Tagen wissentlich Kontakt zu einem bestätigten an COVID-19 Erkrankten hatte oder Symptome aufweist (auch bei milden Symptomen).
Eine medizinische Gesichtsmaske muss getragen werden, solange sich die Kinder noch nicht auf ihren Sitzplätzen befinden.
Über den Sommerferien-Leseclub:
Im letzten Jahr haben rund 14.200 Kinder und Jugendliche in den Sommerferien fast 108.000 Bücher gelesen. Damit ist der Sommerferien-Leseclub das erfolgreichste Ferienprogramm in Bayern! Der Sommerferien-Leseclub in Bayern ist eine Initiative des Bayerischen Bibliotheksverbandes e.V. und wird von der Bayerischen Staatsbibliothek / Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen konzipiert.
Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter Tel: 08151/3049 an die Bücherei wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.

Starnberg – Digitales Amt

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Starnberg wird „Digitales Amt“. Die Stadt erhielt die neue Auszeichnung von Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach. Als „Digitales Amt“ dürfen sich bayerische Kommunen bezeichnen, die bereits mindestens 50 kommunale und zentrale Online-Verfahren im sogenannten BayernPortal verlinkt haben. Diese Kommunen werden zudem auf der Webseite des Staatsministeriums für Digitales veröffentlicht, um zu zeigen, welche Kommunen bei der Digitalisierung bereits gut vorangekommen sind.
„Die Stadt Starnberg bietet bereits über das BayernPortal 320 Leistungen, 52 Online-Verfahren sowie 100 Formulare an. Wir nutzen die Digitalisierung der Bürgerdienste, um unser Serviceangebot noch bürgerfreundlicher zu gestalten und auf die individuellen Anliegen anzupassen. Für die Zukunft hat die Stadt Starnberg geplant, das digitale Serviceangebot kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Zweite Bürgermeisterin Angelika Kammerl.
Digitalministerin Gerlach erklärte: „Die Digitalisierung der Verwaltung ist eine der wichtigsten Aufgaben der bayerischen Kommunen in den nächsten Monaten. Einige sind hier bereits vorbildlich unterwegs. Mit unserem neuen Prädikat ́Digitales Amt ́ wollen wir nicht nur das Engagement dieser Gemeinden, Städte und Landkreise würdigen. Wir wollen auch den Bürgerinnen und Bürgern dort zeigen: Schaut her, hier könnt Ihr viele Eurer Anliegen schon online erledigen.“
Das Bayerische Staatsministerium für Digitales unterstützt die Kommunen mit einer Vielzahl von Maßnahmen bei der Verwaltungsdigitalisierung. Mit dem Förderprogramm „Digitales Rathaus“ stehen insgesamt rund 42 Millionen Euro bereit. Gemeinden, Zusammenschlüsse von Gemeinden sowie Gemeindeverbände im Freistaat Bayern können diese Zuschüsse im Rahmen des Förderprogramms für die erstmalige Bereitstellung von Online-Diensten erhalten. Mit dem „Grundkurs Digitallotse“ vermittelt das Digitalministerium rechtliche und organisatorische Grundlagen zur kommunalen Digitalisierung.

Historische Schnitzeljagd

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Das Stadtarchiv Starnberg lädt erneut zur historischen Schnitzeljagd ein. Ab dem 12.09.2021 bis zum 15.10.2021 können Interessierte die insgesamt fünf Stationen entdecken. Dort sind die sogenannten Staritäten versteckt. Dabei handelt es sich um durchsichtige Taschen, in denen sich ein QR-Code befindet. Dieser führt auf eine Rubrik auf der Homepage der Stadt Starnberg. Dort sind interessante, historische Details zu dem jeweiligen Ort sowie Hinweise auf den Standort der nächsten Starität hinterlegt.
Einzige Voraussetzung zur Teilnahme ist ein internetfähiges Handy, mit dem die QR-Codes ausgelesen werden können. Um auch anderen die Teilnahme an der Schnitzeljagd zu ermöglichen, müssen die Taschen mitsamt Inhalt wieder an ihren Fundort gelegt werden. Das Spiel ist leider aufgrund der örtlichen Begebenheiten und der Notwendigkeit, die Staritäten zu verstecken, nicht barrierefrei.
Für die richtige Beantwortung der Fragen erhalten Teilnehmende den Band 9 aus der Starnberger Stadtgeschichtsreihe zur ,,Siedlungs-und Baugeschichte von Starnberg“.
Die Antworten können schriftlich entweder per Brief (Stadtarchiv Starnberg, Vogelanger 3C, 82319 Starnberg) oder per E-Mail (stadtarchiv(at)starnberg.de) eingereicht werden. Alle wichtigen Informationen können auf der Homepage der Stadt Starnberg/ Stadtarchiv Starnberg nachgelesen werden. Dort lassen sich auch Tipps zu den Verstecken der Staritäten finden.
“Die erste Staritätenjagd im Frühjahr stieß gerade bei Schülerinnen und Schülern auf großen Anklang. Wir hoffen nun auf einen noch breiteren Zuspruch, der von der Schülerschaft über die Familie bis hin zu den ,,Ur-Starnbergern“ reicht. Vielleicht können wir mit unseren zahlreichen Videos und historischen Aufnahmen alte Erinnerungen hervorrufen?“, so Stadtarchivar Christoph Aschermann. Doch auch wenn das Spiel an der frischen Luft stattfindet, bittet die Stadt Starnberg um verantwortungsbewusstes Einhalten der jeweils geltenden Corona-Regelungen.
Und das ist der Tipp für die erste Station der Staritäten-Jagd:
Die erste Station stand dort, wo heute neben Deos auch Essen und Medikamente erworben werden können. Die Starität versteckt sich…in der Nähe eines Bachs…