Stabwechsel bei SzS

In der ersten seit Beginn der Corona-Pandemie wieder möglichen geschlossenen Mitgliederversammlung wurde die langjährige FDP-Stadträtin Iris Ziebart einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Bürgervereins „Schöner zum See“ (SzS) gewählt. Sie löst damit Maximilian Ardelt ab, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter ausüben möchte. Ardelt sitzt aber nach wie vor für die WPS im Stadtrat. Er gehört auch dem Verhandlungsteam des Rates bei den Auseinandersetzungen mit der Deutschen Bahn an, die die Stadt wie berichtet wegen Nichterfüllung des 1987 geschlossenen Vertrags zu einem Schadensersatz in Höhe von 170 Millionen Euro verklagt hat (siehe auch Seeanbindung Neustart). Außer beim Vorsitz gab es keine personellen Änderungen am SzS-Vorstand. Ziebart’s Stellvertreter ist Günther Krawitz, Schriftführer Michael Schildbach und Thomas Ammerschläger bleibt für die Finanzen des Vereins zuständig. Neu ist, dass der Vorstand von einem Beirat beraten wird, dem in Zukunft Ardelt, der ehemalige WPS-Stadtrat Markus Mooser und Bernd Stecher angehören.

In seinem Rechenschaftsbericht fasste Ardelt nochmals die Ziele des Vereins zusammen: Neugestaltung der Seeanbindung mit einer größeren, schöneren und unbebauten Seepromenade, die Reduzierung der Gleisanlagen mit Verlegung des Abstellgleises aus dem Sichtfenster zwischen Stadt, See und Gebirge hinaus, somit ein Bahnhofsumfeld mit freiem See- und Bergblick und eine städtebauliche Umgestaltung der Bahnhofsstraße zu einem attraktiven zentralen Platz der Stadt Starnberg. Der scheidende Vorsitzende erinnerte an die zahlreichen Planungen, Absichtserklärungen und Verhandlungen mit der Bahn seit Jahrzehnten, bei denen es im Kern zu allererst um die im Vertrag von 1987 festgelegten Parameter ging: Veränderung der Gleisradien, damit die Züge mit Tempo 80 durch die Stadt fahren können (heute besteht die Bahn angeblich nicht mehr auf diesem Tempo sondern gibt sich auch mit Tempo 60 zufrieden), Neubau und Verlagerung der Bahnsteige, Übertragung der von der Bahn betrieblich nicht mehr genutzten Flächen an die Stadt sowie den Neubau eines Bahnhofs, der als „Bahnhof Nord“ längst realisiert ist. Die verschiedenen Stadträte konnten sich in keiner der abgelaufenen Amtsperioden auf die eine richtige Lösung verständigen. Ein unter Bürgermeisterin Eva John begonnenes Mediationsverfahren zwischen Stadt und Bahn beendete die Bahn im Sommer 2020 wegen angeblicher „Aussichtslosigkeit“. In der Folge schob das Unternehmen seine 170-Millionen-Euro-Klage gleich hinterher, die im Moment aber ruht, weil der amtierende Bürgermeister Patrick Janik neue Vergleichsgespräche führt. Die liefen „erstaunlich konstruktiv“, würden sich aber sicherlich noch lange hinziehen, berichtete Ardelt. Mehr durfte er nicht verraten, weil die Gespräche wie bisher stets hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Gleichwohl hat sich SzS nie damit abgefunden, dass in der langen Zeit bis zu einer Einigung mit der Bahn über die künftige Gleislage im Umfeld des inzwischen der Stadt gehörenden Bahnhofsgebäudes am See und an der Seepromenade keine gestalterischen und funktionellen Verbesserungen durchgeführt wurden und werden. Im Gegenteil, es wurde immer schlimmer, besonders seit die Bahn vor zehn Jahren die Dächer auf den Bahnsteigen demontiert hat. Die Barrierefreiheit fehlt nach wie vor und kann nach Auskunft von Bahnverantwortlichen nicht aus Fördermitteln des Staates hergestellt werden, weil sich die Stadt Starnberg in dem Vertrag aus 1987 dazu verpflichtet hat, alle Kosten für die Erneuerung der Bahnanlagen allein zu bezahlen. Ardelt erinnerte an die Petition, die der Starnberger Stefan Zeil auf den Weg gebracht hat und weiter verfolgt (Petition “Dach und Aufzug…”). Zeil äußerte sich gespannt, wie es nach der Regierungsneubildung im Berliner Bundesverkehrsministerium weiter geht. Nach den Worten des bisherigen SzS-Vorsitzenden stehen in den nun laufenden Verhandlungen mit der Bahn Lösungen im Raum, mit denen der Neubau der maroden Bahnsteige und des Abstellgleises nicht mehr die Kernanliegen des Vereins (möglichst guter See- und Bergblick) beeinträchtigen würden. Doch bei der kurzfristigen Beseitigung der unhaltbaren Zustände am Seebahnhof sei trotz Unterstützung von Bürgermeister Janik nach wie vor kein Fortschritt absehbar.

Ardelts Fazit: SzS muss weiter für eine attraktive Seeanbindung kämpfen, was auch seine Nachfolgerin Ziebart nachdrücklich betonte. Schließlich sei dieser Seebahnhof „die Keimzelle dieser Stadt und Identifikationsmerkmal für die Bevölkerung.“ Man müsse aufzeigen, was für einen Warenwert eine gute Gestaltung für die Bürgergesellschaft und die Wirtschaft habe und den Wunsch der Bevölkerung berücksichtigen, dass die historische Ansicht Starnbergs vom See aus erhalten bleiben solle, so Ziebart. Was unabhängig von den Veränderungen an den betrieblichen Erfordernissen der Bahn möglich wäre, dazu hatte der Verein den pensionierten Regierungsbaumeister, Architekt und Stadtplaner Armin Keller um einen Vortrag gebeten. Er war bis 2020 Leiter des Referats Städtebauförderung im Bayerischen Staatsministerium für Bau, Wohnen und Verkehr. Außerdem hatte der Verein wie berichtet die zuständige Ministerin Kerstin Schreyer um Hilfe gebeten. Lesen Sie dazu den vorherigen Artikel.

Keller ließ gar keinen Zweifel, dass er es für sicher hält, dass die Stadt Starnberg Mittel aus der Städtebauförderung erhalten kann, wenn sie sich der Sanierung des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes sowie der Umgestaltung von Stadt- und Seepromenade widmet. Er führte zahlreiche Beispiel von gelungenen Projekten in Bayern und ganz Deutschland an, darunter den erst jüngst ausgezeichneten Bahnhof von Altötting. „Das Bahnhofsgebäude in zentraler Lage ist der klassische Fördergegenstand“, so Keller. In der anschließenden Diskussion mit Mitgliedern und Gästen von SzS machte er aber auch deutlich, dass der Bauherr, sprich die Stadt und ihre politischen Gremien, zu allererst einmal wissen müssen was sie wolllen und dies dann auch politisch so entscheiden. Er riet auch zu einer umfangreichen Bürgerbeteiligung im Lösungsfindungsprozess. Vieles davon ist in Starnberg bekanntlich schon gelaufen, hat aber zu keinen positiven Veränderungen geführt. Ziebart brachte es auf den Punkt: „Ohne Bahn können wir gar nichts machen, heißt es von Seiten der Starnberger Politik.“ Und in jeder neuen Stadtratsperiode fange man von vorn an. Unter den Gästen des Abends waren auch mehrere Starnberger Architekten. So bemängelte Marco Goetz: „Die Stadt Starnberg hat die Tendenz an großen Aufgaben zu scheitern, weil sie nur schwer zur Einigkeit findet.“ Seiner Ansicht nach könnte der Uferbereich der Stadt schon lange ein viel ansprechenderes Gesicht haben, wenn man den Mut gehabt hätte, immer wieder Teilbereiche zu verbessern. Keller antwortete, so etwas funktioniere, man brauche als Grundlage nur ein Gesamtkonzept. Katrin Hootz riet, alle beteiligten Grundstückseigentümer – „Mitspieler“ – an einen Tisch zu bringen.

 

 

Antwort der Bauministerin

Im Januar hatte der Vorstand des Bürgervereins „Schöner zum See“ (SzS) an die Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Kerstin Schreyer (MdL) geschrieben und um ihre Unterstützung für die Anliegen des Vereins im Zusammenhang mit der Seeanbindung in Starnberg gebeten. Lesen Sie hierzu nochmals SzS schreibt der Ministerin. Bei der aktuellen Mitgliederversammlung des Vereins hat Schriftführer Michael Schildbach die Antwort der Ministerin von Ende Februar dieses Jahres zusammengefasst. Schreyer ist durchaus bereit, die Stadt Starnberg bei der Verbesserung der Verhältnisse am Seebahnhof zu unterstützen. Vorausgesetzt der Streit mit der Deutschen Bahn (DB) ist beigelegt.

Sie begrüßt den SzS-Vorschlag, den Starnberger Bahnhof wie bereits sechs Mal in Bayern gelungen, als Kandidaten für den Titel „Bahnhof des Jahres“ ins Auge zu fassen. Schließlich sei die Immobilien „inbestritten malerisch gelegen“. Ausgezeichnet wurden von der Allianz pro Schiene in Bayern bisher die Bahnhöfe Oberstorf (2006), Landsberg am Lech (2007),  Aschaffenburg (2012), Murnau (2013), Bayrisch-Eisenstein (2017) und Altötting (2020). Angesichts der aktuellen Situation wäre sie, Schreyer, aber froh, wenn es zeitnahe Perspektiven für den Starnberger Bahnhof gäbe. Der Freistaat sei mit dem Zustand und der fehlenden Barrierefreiheit nicht zufrieden, heißt es in ihrer Antwort. Die von der Bahn eingereichte 170-Millionen-Klage gegen die Stadt (siehe Seeanbindung Neustart) müsse jedoch erst vom Tisch, und Bahn und Stadt neu in konstruktive Gespräche einsteigen. „Dann werden wir uns gerne auch über mögliche Hilfestellungen durch den Freistaat, gegebenenfalls auch im Rahmen der Städtebauförderung konkret Gedanken machen. In erster Linie sehe ich aber den Bund gefordert, denn letztlich ist dieser gemäß Grundgesetz für die DB-eigene Schieneninfrastruktur verantwortlich und zudem Eigentümer der DB“, schreibt die Ministerin.

Sie versichert, dass ihr Haus „die Causa Bahnhof Starnberg See mit hohem Interesse verfolgt und sowohl mit der Kommune als auch mit der DB in engem Kontakt“ stehe. Es müsse eine Umsetzung kommen, von der die Menschen profitieren, nicht nur die Starnberger, sondern auch Landkreisbürger und Touristen.

 

3G-plus im Seebad

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Endlich wieder schwimmen und in die Sauna gehen wie vor Corona: Das Seebad Starnberg führt die 3G-plus-Regel ein und kann somit zu einem normalen Betrieb ohne pandemiebedingte Einschränkungen zurückkehren. Ab Freitag, 22. Oktober entfällt damit die Abstands- und Maskenpflicht im Seebad und die Besucherinnen und Besucher können wieder alle Bereiche im Hallenbad inklusive Dampfbad sowie Infrarotkabinen und der Saunalandschaft wie vor der Corona-Zeit nutzen. Dadurch entfällt auch die Regelung, dass sich nur eine bestimmte Anzahl an Gästen gleichzeitig in Hallenbad und Sauna aufhalten darf.

3G-plus bedeutet, dass die Gäste „Geimpft, Genesen oder PCR-Getestet“ sind und einen entsprechenden Nachweis an der Kasse bzw. am Empfang vorzeigen müssen. Kinder bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres und darüber hinaus auch Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, die regelmäßig Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen, erhalten Zugang, ohne dass diese über einen Impf-, Genesenen oder Testnachweis verfügen müssen. Die 3G-plus-Regelung ist in der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung als freiwilliges Instrument festgeschrieben, um wieder einen normalen Betrieb gewährleisten zu können.

Verlegung Wochenmarkt

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Vom 15.10.2021 bis 17.10.2021 findet am Kirchplatz das Streetfood Festival statt. Aus diesem Grund muss der Wochenmarkt am Samstag, 16.10.2021 in die Straße neben der St. Maria Kirche verlegt werden.
Damit der Wochenmarkt reibungslos ablaufen kann, ist es erforderlich, dass die Straße „Kirchplatz“ am 16.10.2021 von 6 bis 14 Uhr gesperrt wird. Zudem müssen sämtliche Parkplätze in diesem Bereich gesperrt werden.
Die Anwohner werden vom Veranstalter vorab über die Einschränkungen informiert. Fußgänger, insbesondere Besucher des Wochenmarktes, können den Bereich weiterhin passieren.

Allein in der Bücherei

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Die Stadtbücherei Starnberg bietet in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Starnberg das erste Escape Game in Starnberg an, bei dem Sie Ihr Rätselkönnen unter Beweis stellen können.
Sie wollten sich kurz vor der Schließung in der Bücherei noch mit Medien eindecken und stellen fest: Sie wurden eingesperrt! Bei diesem spannenden Knobelspaß müssen Sie und Ihre Teammitglieder Rätsel lösen, Hinweise finden und klug kombinieren, um innerhalb von 60 Minuten das Büchereigebäude wieder zu verlassen. Sollten Sie einmal Hilfe benötigen, ist während des Spiels stets eine Mitarbeiterin anwesend.
Die Teilnahme ist für Familien und Gruppen von drei bis sechs Personen ab zehn Jahren möglich. Die jeweiligen Startzeiten sind an den Samstagen am 16.10., 13.11. und 11.12. jeweils um 13.30 Uhr, 14.45 Uhr und 16 Uhr. Ein Durchgang dauert maximal 60 Minuten. Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet pro Person fünf Euro.
Die Anmeldung ist per E-Mail unter buecherei(at)starnberg.de oder telefonisch unter 08151/3049 möglich.
Bitte beachten Sie, dass wir die 3G-Regel für die Räumlichkeiten der Stadtbücherei umsetzen müssen, sodass Sie bei einem Besuch einen Nachweis (geimpft, genesen, getestet) vorzeigen müssen.
Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter 08151/3049 an die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.

Arbeiten dauern länger

Das Staatliche Bauamt Weilheim teilt mit:

B 2 Tunnel Starnberg – Straßenbau Nordzulauf: Uhdestraße seit 7. Oktober wieder offen – Umbau Gautinger Straße braucht etwas mehr Zeit

Die Arbeiten für die neue Wasserleitung im Einmündungsbereich der Uhdestraße zur B 2 sind abgeschlossen. Die Uhdestraße ist seit 7. Oktober zur Mittagszeit wieder offen. Der Umbau der Gautinger Straße verlängert sich bis November.

Die parallel ausgeführten Arbeiten der Wasserwerke Starnberg in der Uhdestraße sind wie geplant am Donnerstag, den 7. Oktober 2021 abgeschlossen worden. Die Vollsperrung der Uhdestraße zur B 2 Münchner Straße konnte somit seit 12 Uhr Mittag am Donnerstag aufgehoben werden. Sowohl die Einfahrt in als auch die Ausfahrt aus der Uhdestraße sind wieder ganz normal möglich.

Die ursprünglich bis Ende Oktober angesetzte Vollsperrung für den Umbau der Gautinger Straße wird wegen nicht erwartbaren und zugleich sehr anspruchsvollen Spartenum- und Neuverlegungen bis in den November andauern.

Hinweis zur Erreichbarkeit des Einzelhandels:

Der Einzelhandel in der Gautinger Straße ist von Norden über die Gautinger Straße, die Leutstettener Straße oder die Petersbrunner Straße weiterhin mit dem Auto zu erreichen.

Jetzt ein Konzeptwettbewerb

Die unendliche Geschichte rund um den denkmalgeschützten Hotelbau „Bayerischer Hof“ sowie die benachbarte „Alte Oberschule (Villa Beyerlein)“ geht weiter (siehe Bayerischer Hof ist geschlossenBayerischer Hof: Opfer der Seeanbindung?Neues vom Bayerischen Hof und Bayerischer Hof bleibt in Warteschleife). Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den folgenden Beschluss gefasst:

„Die Verwaltung wird beauftragt, für das „Areal Bay. Hof “ die Rahmenbedingungen für einen Konzeptwettbewerb nach dem Beispiel der Landeshauptstadt München mit einer fast hälftigen Gewichtung auf den städtebaulichen Aspekt für das gesamte Areal Bay. Hof / Villa Beyerlein vorzubereiten und zur Beratung vorzulegen.

Dabei sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Der Planungsumgriff gilt für das gesamte Areal mit beiden Gebäuden, Bay. Hof und Villa Beyerlein (ca. 7500 m2) und das vorgelagerte Rondell soll bei der Planung mitberücksichtigt werden.
  • Es wird eine für die Öffentlichkeit zugängliche gastronomische Nutzung mit Gastgarten vorgegeben.
  • Auf dem Areal ist ein Hotel unterzubringen.
  • Die prägende Wirkung der beiden Gebäude auf die Umgebung und für Starnberg sollen erhalten bleiben.
  • Weitere gewerblichen Nutzungen und Wohnraumnutzung sind nicht ausgeschlossen.
  • Das Grundstück soll für eine Durchwegung z.B. von der Theresienstraße zur Achheimstraße oder zum Bahnhofsplatz offengehalten werden.“

Der Beschluss basiert auf einem gemeinsamen Antrag von Thomas Beigel  und Angelika Kammerl (CSU), Otto Gaßner (UWG) und Marc Fiedler (FDP). Noch nicht abgearbeitet ist der Beschluss des Stadtrates vom April dieses Jahres, der zum Ziel hatte, zunächst den aktuellen Zustand der Gebäude festzustellen, damit über deren Zukunft entschieden werden kann. Wie in der Lokalpresse zu lesen war, will Bürgermeister Patrick Janik diesbezügliche Daten dem Rat erst im November vorlegen.

Und was ist jetzt der Unterschied zum schon beschlossenen Investorenwettbewerb und all den anderen in den vergangenen Jahren beschlossenen oder durchgeführten Untersuchungen und Wettbewerben? Nun sollen Interessenten erst einmal ein Konzept vorlegen, wie sie im Falle eines Zuschlags das Areal nutzen und bebauen würden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass nach wie vor ein Investor gesucht wird, der das nötige Kleingeld für solche Pläne mit- und aufbringt. Denn die Stadt will die ihr gehörenden Gebäude offensichtlich nicht selbst in Ordnung bringen. Der öffentliche Druck aus der Bevölkerung im Frühjahr hat immerhin dazu geführt, dass im Moment niemand offen von Abriss oder Verkauf der Immobilien reden will, nur von einer Vergabe im Erbbaurecht. Recht klare Vorstellungen hat im April aber die UWG unter Federführung von Gaßner formuliert. Sie sind auf der Homepage der Gruppierung nachzulesen. Da geht es auch um die Möglichkeit des Verkaufs des Areals,  und dass der Denkmalschutz gar keine Rolle mehr spielen könnte, wenn sich herausstellen sollte, dass Mängel an der Statik des Bayerischen Hofes einen weiteren Erhalt unmöglich machen. Eine Kopie des Denkmals, also ein Nachbau der historischen Fassade, wäre kein Denkmal mehr, heißt es dort sinngemäß. Sprich: Diese Fußfessel wäre ein Investor los.

Sich erst einmal ein Konzept vorlegen lassen, schafft auch Zeit. Die Festlegung auf den Investor wäre erst der zweite Schritt. Wer weiß, wann der folgt. Derweilen ist wieder Winter, vielleicht mit viel Schnee, was dem angeblich statisch nicht ausreichenden Dach doch noch den Rest geben könnte. Die Lage für den Bayerischen Hof hat sich also in keiner Weise verbessert, gute Aussichten auf eine Lösung gibt es nach wie vor auch nicht. Geändert hat sich nur, dass die Immobilienmänner und -frauen des Stadtrates sich nun der Unterstützung durch die FDP-Fraktion unter Fiedler sicher sein können. Der aktuelle Ortsvorsitzende der Liberalen setzt den früheren vehementen Einsatz seiner Vorgänger im Stadtrat (Iris Ziebart und Anton Wiesböck) für Stadtbild und den Denkmalschutz in Starnberg nicht fort. Er sucht die stattdessen die  enge Kooperation mit UWG und CSU.

Vor allem die UWG hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie das Tafelsilber der Stadt zu gunsten der von ihr verfolgten Seeanbindung einsetzen würde. Die Weichen dafür sind seit der letzten Kommunalwahl längst neu gestellt. Man denke neben Bayerischem Hof und Alter Oberschule nur an die Musikschule an der Mühlbergstraße (siehe Mut und Einsatz für Musikschule nötigImmobilienspekulation mit Musikschule? und Musikschule hängt in der Luft). Dabei hat der Stadt früher bereits ein hochdekorierter Architektenkammerpräsident vorgerechnet, in welchem Umfang Baurecht auf den Flächen von Bayerischem Hof und Alter Oberschule geschaffen werden müsste, damit ein Investor der Stadt dann lediglich einen Euro für die gesamten Flächen bezahlen würde.

Einzig die SPD-Fraktion muckt auf, macht sie sich doch  Sorgen um die Volkshochschule und die Arbeiterwohlfahrt, die ihren Sitz in der Alten Oberschule haben. Ihnen schwebte für den fraglichen Bereich unter Einbeziehung des ebenfalls denkmalgeschützten Seebahnhofs ein Zentrum für die Starnberger selbst und kulturelle Einrichtungen vor.

Saatgutbibliothek

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Die Stadtbücherei Starnberg beschäftigt sich in diesem Jahr besonders mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und bietet deshalb ab Frühjahr 2022 eine Saatgutbibliothek an. Dabei handelt es sich um eine Sammlung aus getrocknetem Saatgut, das „ausgeliehen“ und zu Hause ausgesät werden kann.

Durch das Teilen von Samen aus dem eigenen Garten können heimische Pflanzen verbreitet, die Pflanzenvielfalt gefördert und Saatgut sowie die gärtnerische Freude geteilt werden. Um einen Grundbestand an Saatgut aufzubauen, kann deshalb ab sofort Saatgut aus dem eigenen Garten in der Stadtbücherei Starnberg abgegeben werden, sozusagen als Vorschuss auf die Samen, die man sich ab Frühjahr mitnehmen kann. Abgegeben werden kann Saatgut für Blumen, Bäume/Sträucher und Gemüse. Dabei muss beachtet werden, dass es samenfestes Saatgut ist – das heißt, keine Hybridsamen aus Kreuzungen (Kennzeichnung F1 oder Hybrid auf der ursprünglichen Samenpackung), da sich diese nicht stabil vermehren lassen.

Für das Abfüllen des Saatguts können in der Stadtbücherei bedruckte Umschläge abgeholt oder alternativ eine Druckvorlage von der Homepage der Bücherei heruntergeladen werden.

Für die Saatgutbibliothek ist folgender Ablauf geplant:

Herbst 2021 bis Frühjahr 2022

Sammelphase: Samen können in der Stadtbücherei Starnberg abgegeben werden.

Ab Frühjahr 2022

Wachstumsphase: Samen können in der Stadtbücherei Starnberg abgeholt und ausgesät werden.

Ab Herbst 2022

Erntephase: Um die Saatgutbibliothek fortzusetzen, kann geerntetes Saatgut wieder in den Kreislauf der Saatgutbibliothek zurückgebracht werden

Bitte beachten Sie, dass wir die 3G-Regel für die Räumlichkeiten der Stadtbücherei umsetzen müssen, sodass Sie bei einem Besuch einen Nachweis (geimpft, genesen, getestet) vorzeigen müssen.
Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter Tel: 08151/3049 an die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.

Musikantentag

Endlich kann der Musikantentag im Museum Starnberger See wieder stattfinden. Die teilnehmenden Musikanten und Sänger freuen sich, wieder einmal ihre „traditionelle Musi und Lieder“ darbieten zu können. Sowohl vor als auch im Museum spielt an diesem Sonntag die Musik, bei freiem Eintritt und hoffentlich gutem Wetter. Für den Zutritt zum Museum gilt die 3-G Regel und im Haus die Maskenpflicht.
Von 11 bis 17 Uhr gibt es durchgängig boarische Tanz- und Blasmusi. Es wirken dabei die Starnberger Klarinettenmusi, die Hochberghauser Blasmusi, die Fischerbuam Klarinettenmusi und die Hochberghauser Tanzlmusi mit. Im Museum sind Franz Egger – Steyrische Harmonika, das „Quittengsangl“ (vom Verein für Volkslied und Volksmusik) mit lustigen Couplets, der „Pfahofner Saitenwind“ und die „Riedgasserl Gitarrenmusi “ aus Oberpfaffenhofen, die „D’Saitenbergler“ aus Starnberg, die Hochberghauser Zithermusi und der Starnberger Dreigsang sowie als Gäste aus Bad Kohlgrub/Saulgrub die Sunnta Zithermusi und der Sprittelsberger Zwoagsang zu hören.
Die musikalische Auswahl wurde wie immer von Manfred Schulz zusammengestellt. Die Teilnahme aller Musikanten erfolgt aus purer Freude an der Musik und in Verzicht auf ein Honorar. Was für ein Geschenk, gerade nach den stillen Pandemiejahren.

Bücherei-Flohmarkt 2021

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Die Stadtbücherei Starnberg lädt am Samstag, 02. Oktober 2021 zum Medienflohmarkt ein. Der Verkauf findet von 10 bis 13 Uhr im Lesecafé der Bücherei, Hauptstraße 10, statt. Die besten Schnäppchen lassen sich jedoch gleich zu Beginn machen. Es werden jedoch nicht nur Bücher, sondern auch DVDs, CDs, Spiele sowie Kinder- und Jugendmedien zu sehr günstigen Preisen verkauft.
Selbstverständlich ist die Stadtbücherei wie immer samstags von 10 bis 13 Uhr auch für den Ausleihbetrieb geöffnet.
Bitte beachten Sie, dass wir die 3G-Regel für unsere Räumlichkeiten umsetzen müssen, sodass Sie bei einem Besuch einen Nachweis (geimpft, genesen, getestet) vorzeigen müssen.
Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter 08151/3049 an uns wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.