Mit 12:1 Stimmen ist der Bauausschuss Mittwochabend dem Vorschlag des Rathauses gefolgt, am Bürgerpark keine Parkplätze anzubieten, ausgenommen einen für den Betreiber des geplanten Kiosks. Der Bauantrag für den Kiosk liegt bereits vor. Er wird eine 42 Quadratmeter große Gaststätte und eine 209 Quadratmeter große Außenterrasse bekommen. Die städtische Stellplatzverordnung würde für je sieben Sitzplätze einen Parkplatz verlangen. Es liegt aber in der Hand der Stadträte, darauf zu verzichten, wenn besondere Gründe vorliegen. Als solche sind angeführt worden, dass der Bürgerpark Teil der Fuß- und Radwegverbindung von der Seepromenade zum Badegelände in Percha ist, auf der Autoverkehr ausgeschlossen ist.  Während Gerd Weger (CSU) und Patrick Janik (UWG) an die Argumentation der Stadt erinnerten, dass der Erweiterungsbau am Landratsamt mehr Stellplätze erfordere,  und Janik mahnte: „Der Kiosk wird sicher nicht nur von Passanten genutzt“, sprach sich Annette von Czettritz (Grüne) vehement gegen Parkplätze am Park aus: „Nur wenn es keine gibt, wird es auch niemand versuchen, dort einen zu finden.“ Für Josef Pfister (BMS) ist der Park „kein Eventplatz, wo man mit dem Auto hinfährt.“ Christiane Falk (SPD) brachte es auf die einfache Formel: „Wo kein Parkplatz, da kein Auto.“ Auch Franz Heidinger (BLS) fand, so sei das „eine gute Sache“. Ludwig Jägerhuber (CSU) mahnte lediglich eine befestigte Fläche in der näheren Umgebung an, falls Rettungsfahrzeuge bei Veranstaltungen zu Absicherung nötig seien. „Die bringen wir unter“, war sich Bürgermeisterin Eva John sicher.