Die Planung des Rathauses fanden zwar alle Mitglieder des Bauausschusses gut. Grüne, SPD, UWG und BLS wollten jedoch andere Prioritäten. Wäre es nach ihnen gegangen, hätte die Stadt zunächst den Bereich hinter der Musikschule umgestalten müssen, damit Eltern Kinder mit großen Musikinstrumenten bequemer und sicherer mit dem Auto zum Unterricht fahren können. Der vordere Bereich, oder beides zusammen, sollte besser erst 2018 kommen. Bürgermeisterin Eva John, WPS, BMS, FDP und CSU maßen jedoch dem Bereich vor der Musikschule größere Bedeutung zu. Für sie ist dringlicher, dass die Mühlbergstraße davor umgebaut und vor allem sichere Gehwege für alle Schüler hergerichtet werden. Denn dort verläuft ein hochfrequentierter Schulweg zur Schlossberg-, Musik- und Berufsschule. Mit 8:4 Stimmen wurde beschlossen, die Planung den anliegenden Eigentümern und weiteren Betroffenen vorzustellen. Sollten sich dabei keine Wünsche zum Abweichen von den Grundzügen der Planung ergeben, kann das Rathaus die Bauleistung ausschreiben und vergeben.  Gerd Weger (CSU) stimmte gegen diesen letzten Punkt. Er, wie die anderen ablehnenden Fraktionen, verlangten zuvor eine neuerliche Beratung im Ausschuss, was die Mehrheit aber nicht unterstützte (7:6).

Folgende Maßnahmen sind geplant: Alle Regelwerke im Blick habend, soll es einen Zebrastreifen geben. Die Mühlbergstraße wird nur noch 5,50 Meter breit sein. Der repräsentative Eingang zur Musikschule an der Straße wird wieder geöffnet. Das geht, weil der Gehweg vor der Schule auf 1,80 Meter im Durchschnitt verbreitert wird, an manchen Stellen auf deutlich mehr, zum Beispiel an der Nordostecke des Gebäudes um eine kleine Grünanlage und Bänke ergänzt. Gegenüber, an der Einmündung des Ostheimer Weges, wo heute teils sehr ungeordnet Autos abgestellt werden, ist eine weitere Grüninsel geplant. Die Querung über Zebrastreifen und Schlossweg wird barrierefrei und inklusionstauglich ausgeführt. Im Zuge der Maßnahme ist die teilweise Erneuerung von Schmutz- und Regenwasserkanal sowie der Wasserleitungen geplant. Das Rathaus hat Städtebaufördermittel beantragt. Die Gesamtkosten sind mit 560000 Euro veranschlagt. 240000 Euro wurden eingeplant, weil der heutige Straßenuntergrund laut Stadtbaumeister Stephan Weinl wegen mangelnder Tragfähigkeit und ungeklärter Belastung ausgetauscht und entsorgt werden muss. Er sieht den Umbau als „wichtigen Lückenschluss für die Wege zwischen den nördlichen Wohngebieten und dem Seebahnhof“, natürlich auch als wichtigen Schulweg. Die Planung ist laut John mit den betroffenen Elternvertretungen erarbeitet und abgestimmt worden. Die Umsetzung könnte schon in den Sommerferien erfolgen, wenn es keine gravierenden Änderungen mehr gibt.