Im Rahmen eines Pressetermins hat Bürgermeisterin Eva John heute Mittag darauf hingewiesen, dass der Tutzinger-Hof-Platz ab sofort wieder freigegeben und nun auch barrierefrei gestaltet ist. Bei strahlendem Sonnenschein genossen schon etliche Starnberger die Freischankfläche vor dem neuen Burger-Restaurant „Hans im Glück“, das erst vor wenigen Tagen eröffnet hat. Da passte es gut, dass nun auch der Platz wieder uneingeschränkt benutzbar ist.

Im vergangenen Jahr hatte der Bauausschuss des Stadtrates auf die vielfach von Bürgern, Seniorenbeirat und Behindertenverbänden geäußerte Kritik am bisher doch sehr unebenen Pflaster reagiert und zugestimmt, dass die Hauptlaufflächen nicht nur glatter, sondern zugleich mit den für die Barrierefreiheit für Mobilitätseingeschränkte und Sehbehinderte nötigen Bodenindikatoren und Leitlinien in dunklen Basalt-Kleinsteinen ausgestattet werden. Eingebracht worden war der Antrag von der FDP. Ab Februar dieses Jahres waren die Pflastersteine zuerst ausgebaut, dann bei einer Spezialfirma in Norddeutschland geschnitten und die Oberflächen geglättet worden. In den letzten Wochen erfolgte der Wiedereinbau. So sollte nun der Weg entlang der Nordseite des Platzes vor den Geschäften kein Problem mehr für Rollstuhlfahrer und Benutzer eines Rollators sein. Babys werden im Kinderwagen nicht mehr durchgerüttelt. Ebenso wenig Probleme nun auf der Fläche entlang der Hauptstraße, an der Bushaltestelle vorbei zur Raiffeisenbank.

Damit sich das Chaos der Baustellenzeit nicht fortsetzt, kündigte John an, dass die kommunale Verkehrsüberwachung nun wieder ein Auge darauf haben wird, wer falsch parkt. Denn über den Platz führt auch ein Rettungsweg, den es dauerhaft frei zu halten gilt. Die Bürgermeisterin sagte, sie sei „sehr, sehr stolz auf das gelungene Projekt“, das neben Luise Gareis vom städtischen Tiefbauamt vor allem der Inklusions- und Seniorenbeirat begleitet hätten. Gareis, Christine Offtermatt vom Inklusionsbeirat und Willi Illguth vom Seniorenbeirat waren beim Pressetermin dabei. Der Umbau des Platzes hat laut John zwischen 90000 und 100000 Euro gekostet. Die Stadt könne mit einer 60prozentigen Förderung aus dem Städtebauförderungsprogramm des Freistaates rechnen. Das Fußwegenetz sei nun zwischen dem bereits barrierefrei ausgebauten Gehweg im unteren Teil der Hanfelder Straße und der Bushaltestelle hindernisfrei begehbar, freute sich die Bürgermeisterin.