Der Wegbau am Hochwald war erneut Thema im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität. Ein Jahr lang waren von Fachleuten und gegen den Weg zu Felde ziehende Anwohnern die Auswirkungen der Baumaßnahme auf die Bäume entlang des zu Beginn 2016 neu gebauten Weges beobachtet und begutachtet worden. Das Rathaus hatte als Erstgutachter Erk Brudi von TreeConsult aus Gauting eingeschaltet, sich mit dem Sprecher der Anwohner, Ottmar Meier, auf Dr. Karla Melka-Müller als Zweitgutachterin verständigt. Während Letztere überhaupt keine oder „vernachlässigbar geringe“ Folgen für die Bäume bescheinigte, auf vergleichsweise bedeutendere Schäden durch einen Pilzbefall hinwies und den Weg für die Forstwirtschaft stellenweise als zu schmal deklarierte, bestätigte Brudi, der Wegebau sei nicht fachgerecht erfolgt, doch die vitalen Bäume könnten den Wurzelverlust kompensieren, wenn eine dicke Laubstreuschicht am Boden aufgebracht und in Trockenperioden gewässert werde. Dafür gab es auch eine Mehrheit im Ausschuss. Lediglich eine Fichte muss gefällt werden. Die Buchen werden sich voraussichtlich erholen, hieß es. Keinen Erfolg, weil mit einem weiteren Eingriff auch weitere Schäden einher gehen würden, hatte der Antrag von Stefan Frey (CSU), schon jetzt ein Angebot für einen kompletten Rückbau des Weges einzuholen. Angenommen wurde dagegen der Vorschlag von Anton Wiesböck (FDP), das Wäldchen weitestgehend der Natur selbst zu überlassen. Der Mensch solle möglichst wenig eingreifen, war der Wunsch von Wiesböck. Ursprünglich war der Wegebau jedoch mit den Erfordernissen der Waldwirtschaft begründet und von Stadt und Landratsamt genehmigt worden.