Nach Abschluss ihrer Klausur von CSU-Ortsverband und Stadtratsfraktion hat Ortsvorsitzender Stefan Frey neben dem Ergebnis zum Thema Seeanbindung (siehe vorherigen Bericht dieses Blogs) der Presse noch weitere Ergebnisse mitgeteilt. So habe sich die Partei für „eine rasche und dringende Entwicklung des Gewerbegebietes Schorn im nördlich gelegenen Teil“ ausgesprochen. Den dafür geplanten Autobahnhalbanschluss, dessen Realisierungsmöglichkeit der Starnberger Bürgermeisterin Eva John von seiten des Bundes schon zugesichert ist, halte die CSU für unverzichtbar. Der solle nun rasch Baurecht erhalten. Im Zuge guter Nachbarschaft müsse die Gemeinde Schäftlarn, die eigene Pläne für eine Umfahrung hegt (siehe Bericht unten vom 22. Mai 2017 „Gespräche mit Schäftlarn“), eingebunden werden, um Planungen abzustimmen, so Frey.

Schäftlarn verfolgt jedoch einen Autobahnvollanschluss. Der wäre auch nötig, wenn wie seit Jahrzehnten von der Starnberger Bürgerliste (BLS) verfolgt, eine ortsferne Umfahrung für die Stadt Starnberg realisiert werden sollte. Im Mai hatte sich der Projektausschuss Verkehrsentwicklung des Stadtrates jedoch mehrheitlich dafür ausgesprochen, zwar mit Schäftlarn zu reden, doch die Genehmigung und Realisierung des Halbanschlusses nicht durch draufgesattelte Forderungen zu gefährden. „Halbanschluss bauen – Vollanschluss planen“, war die Devise, die Klaus Rieskamp (BLS) damals ausgab.

Von einem „dringenden Handlungsbedarf“ spricht das Ergebnis der CSU-Klausur hinsichtlich des Parkraums in der Starnberger Innenstadt. Die örtlichen Vertreter der Partei halten den „Erwerb der Tiefgarage im Centrum für unbedingt erforderlich“. Wie berichtet ist die Einkaufspassage an der Hauptstraße nach Presseveröffentlichungen jüngst an chinesische Investoren verkauft worden. Die „Alte Post Flensburg“, bisherige Eigentümerin des gesamten Centrum-Komplexes samt Tiefgarage, wolle Letztgenannte nun auch noch verkaufen, hatte es dort geheißen. Der Käufer sollte laut CSU „Stadt Starnberg“ heißen.

Allgemeine Forderung der CSU: Auch die Verkehrssicherheit für Schulkinder und Radfahrer müsse erhöht werden. Nicht ohne eine gewisse Problematik ist die erneuerte Ablehnung der Christsozialen vor Ort, den Bewohnern des gerade in der Planung befindlichen Einheimischenmodells Am Wiesengrund (wie berichtet) die Zufahrt zu ihrem künftigen Wohngebiet über die Straße Am Waldspielplatz zu erlauben. Von dieser Art der Erschließung waren aber die Architekten ausgegangen, die im Rahmen eines Wettbewerbs Bebauungsvorschläge gemacht hatten. Frey fordert eine direkte Anbindung an die Bundesstraße 2 (B 2). „Etwa über den Kreisverkehr“, schreibt er und meint damit den Kreisel am Maxhof. Eine solche Lösung ist jedoch nicht ohne Einigung mit der Gemeinde Pöcking realisierbar, weil nicht nur der Kreisel selbst sondern auch eine eventuelle Straße vom Am Wiesengrund zum Kreisel auf deren Flur liegt, beziehungsweise liegen würde. Einer direkten Zufahrt vom Einheimischenmodell auf die B 2 hat das Staatliche Bauamt Weilheim bereits eine deutliche Absage erteilt. Siehe auch den Bericht des Blogs vom 21. Juli 2017 „Am Wiesengrund: Mit Pöcking kooperieren“. Der Bauausschuss des Stadtrates hatte entschieden, eine solche Option, wie jetzt von der CSU erneut angesprochen, „mittelfristig“ anzustreben. Dem dort beschlossenen Bebauungsplanverfahren werden zunächst die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs zu Grunde gelegt.