Das Gymnasium Starnberg ist wieder ein Stück mehr barrierefrei geworden. Ende September hat Bürgermeisterin Eva John einen neuen Aufzug in Betrieb genommen. Sie freute sich, dass das Projekt nach vielen Jahren, in denen es immer wieder verschoben worden war, nun realisiert ist. Rund 600000 Euro hat es gekostet. Von der Regierung von Oberbayern werden 140000 Euro Zuschuss erwartet. Der Landkreis, der alle weiterführenden Schulen im Kreis Starnberg fördert, trägt 90 Prozent der Baukosten, nach Abzug anderer Zuschüsse.

Schüler früherer Jahrgänge können sich noch gut erinnern. Hatte sich einer ihrer Mitschüler beim Skifahren oder bei anderem Sport das Bein gebrochen, musste die ganze Klasse im Gebäude umziehen. Eine Klasse aus dem Erdgeschoss zog für den betreffenden Zeitraum ins Obergeschoss, bis der so Gehandicapte wieder selbst Treppen steigen konnte. Für andere in ihrer Mobilität eingeschränkte Schüler musste stets eine besondere Lösung gefunden werden. Damit ist nun Schluss. „Der barrierefreie Zugang zum Unterricht ist ab jetzt für alle Nutzer des Gymnasiums gegeben, besonders für mobilitätseingeschränkte Personen. Im Sinne der Inklusion haben wir das Gymnasium Starnberg, das 1961 eröffnet wurde, für die Zukunft fit gemacht und ermöglichen so einen reibungslosen Schulalltag“, freute sich Bürgermeisterin Eva John.

Bis zum Jahresende werden laut ihrer Ankündigung auch noch zwei Treppenlifte zwischen erstem Obergeschoss und Mensa beziehungsweise dem Physiktrakt eingebaut.  Dann sind alle Stufen für alle überwindbar. Die Bauzeit insgesamt ist alles andere als einfach gewesen. Die Rohbaufirma hatte eine Regenentwässerungsleitung beschädigt, was umfangreiche Sanierungsarbeiten ungeplant nach sich gezogen hatte. Wegen laufender Prüfungen mussten die Arbeiten in Absprache mit der Schulleitung teilweise unterbrochen oder verschoben werden.