Seit Anfang Oktober überwachen zwei Messstationen kontinuierlich die Luftqualität im Straßenraum an der Hauptstraße 4 und an der Hanfelder Straße 11. Im Jahr 2007 hatte es bereits einmal eine solche Messstation an der Hauptstraße gegeben, allerdings von Experten kritisiert, weil diese angeblich an einer „lufthygienisch besonders ungünstigen Stelle aufgestellt worden sei. Damals waren die Feinstaubkonzentrationen unkritisch, aber die Werte für Stickoxide überstiegen die Grenzwerte der EU bei weitem. Zu der Zeit gab es noch keinen europäischen Grenzwert für die Kleinstpartikel an Feinstaub (PM 2,5) sondern nur für die gröberen Partikel (PM 10). Eine ebensolche Messung für die Hanfelder Straße hatte eine Stadtratsmehrheit damals zunächst für nicht nötig  gehalten. Erst 2009 hatten BLS und WPS mit ihrem gemeinsamen Antrag Erfolg. Damals setzte sich nämlich die Erkenntnis durch, dass die Stadt die Verletzung von Grenzwerten nachweisen muss, wenn sie zum Beispiel verlangen will, dass der Schwerverkehr nicht mehr über städtische Straßen fahren darf. Jetzt soll in der Hauptstraße nochmals und in der Hanfelder Straße erstmals gemessen werden. Die Stationen hat das Ingenieurbüro Accon aufgestellt und betreut sie auch. Interessierte Bürger können sich aktuelle Messdaten jederzeit unter http://www.accon.de/starnberg anzeigen lassen. „Sollten die Messungen ergeben, dass es zu fortwährenden Grenzwertüberschreigungen kommt, kann die Stadt Maßnahmen entwickeln, welche die Sicherstellung der Luftqualität und damit die Gesundheit des Menschen in Starnberg gewährleisten“, begründete Bürgermeisterin Eva John die jetzige Aufstellung der Stationen.