Wie berichtet haben Vertreter des Staatlichen Bauamtes Weilheim Ende Januar im Stadtrat die Ausführungsplanung für die Zulaufstrecke zum B2-Tunnel Nord vorgestellt. Die Präsentation ansehen können Sie unter: https://www.stbawm.bayern.de/imperia/md/content/stbv/stbawm/presse_strassenb/b2_tunnel_sta_stadtrat_vorstellung_zulaufstrecke_nord_.pdf .

An dieser Stelle soll auf die wesentlichen Änderungen gegenüber dem Istzustand eingegangen werden. Tatsächlich umgesetzt werden sie erst ab 4. Juni 2019. Heuer sind zwischen 23. Juli und November lediglich Umverlegungen von Sparten wie zum Beispiel Strom, Wasser, Telefon und so weiter geplant. Die nördliche Zulaufstrecke umfasst ausschließlich den Bereich der B2 zwischen dem Ortseingang am Autobahnende der A952 und der Kreuzung Gautinger-/Uhdestraße, diese eingeschlossen. Wo es um künftig geänderte Verkehrsführungen geht ist es aber auch gut zu wissen, wie es am nächsten Knotenpunkt der Inneren und Äußeren Leutstettener Straße mit der Münchner Straße nach dem Bau des Tunnelportals auf Höhe des McDonalds aussehen soll. Deshalb dies vorweg:

Diese Kreuzung, die südlich des Tunnelportals, oben auf dessen Deckel zu liegen kommt, erlaubt alle auch bisher möglichen Verkehrsbeziehungen. Große Veränderungen ergeben sich erst nach dem Passieren der Kreuzung in Richtung München. Die aus der Innenstadt kommenden zwei Spuren der Münchner Straße verengen sich neben dem Portal allmählich auf eine Spur. Eine zweite Spur kommt aus dem Tunnel. Beide führen dann Richtung München. Für den Fall, dass man aus dem Tunnel kommt, besteht die erste Möglichkeit nach Norden (Gauting) abzubiegen erst an der mit allen Ampeln versehenen Kreuzung Moos-/Perchastraße. Nur über die Moosstraße oder über die am Bahnhof Nord vorbeiführende äußere Leutstettener Straße kann der Verkehr aus dem Norden in Richtung Starnberger Innenstadt fahren.

Die nächste Kreuzung nach dem Tunnelportal Nord in Richtung München ist die mit Ampeln versehene Kreuzung Gautinger-/Uhdestraße. Hier wird eine Mittelinsel jegliches Linksabbiegen verhindern. Fußgänger müssen die Münchner Straße in drei Schritten über zwei Verkehrsinseln queren. Einen Radweg entlang der Münchner Straße gibt es hier nicht. Wer mit dem Auto aus Gauting oder dem Starnberger Norden kommt und nach München will, kann nur noch über die Moosstraße oder die dann neue Petersbrunner Straße auf die B2 gelangen. Wer von der Uhdestraße in die Starnberger Innenstadt will, muss über die Perchastraße bis zum Landratsamt fahren und kann dort sowohl Richtung München als auch Richtung Starnberg in die B2 einbiegen. Fußgänger dürfen hier nicht queren. Einen Radweg entlang der B2 gibt es bis hierhin nicht.

Der Radweg beginnt erst nördlich der Kreuzung Percha-/Moosstraße. Fußgänger und Radfahrer bekommen nördlich der auch jetzt schon vorhandenen Bushaltestelle auf der Landratsamtsseite eine neue Querungsmöglichkeit mit Bedarfsampel und über eine Mittelinsel. Die B2 kann voraussichtlich nicht in einem Zug überquert werden, denn die Bedarfsampeln sind wie heute an der Strandbadstraße in getrennten Grünphasen geschaltet. Nördlich der B2 soll ein 3,50 Meter breiter Geh- und Radweg angelegt werden, der von der Moosstraße bis zur Einmündung in den Radweg nach Percha Nord reichen soll. Im Bereich des Landratsamtes gibt es heute schon einen Radweg, der fortbesteht.

An der mit allen nötigen Ampeln für den motorisierten Verkehr ausgestatteten Kreuzung Moos-/Perchastraße ist das Ein- und Ausbiegen in alle Richtungen möglich. Für die nötigen Abbiegespuren wird durch die Verbreiterung der B2 in diesem Bereich Platz geschaffen. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es keine Querungsmöglichkeit.

Im kommenden Jahr soll ab 9. Oktober der Durchstich von der Petersbrunner Straße auf die B2 gebaut werden. Die ist nach den Plänen des Staatlichen Bauamtes Weilheim künftig die Hauptverbindung aus dem Starnberger Norden in Richtung München und zurück. Der Durchstich wird genau gegenüber der Strandbadstraße gebaut. Die B2 wird hier auf insgesamt sechs Spuren erweitert, damit auch die Abbiegespuren nach links und rechts Platz finden. An der breitesten Stelle ist die Fahrbahn dann 19,25 Meter breit. Ampeln an der B2 gibt es nur für den motorisierten Verkehr. Das Ein- und Ausbiegen ist in alle Richtungen möglich. Fußgänger und Radfahrer dürfen hier nicht mehr queren.

Stadträte haben wie berichtet in der fraglichen Sitzung beklagt, dass durch den Umbau an der nördlichen Zulaufstrecke die Beziehungen zwischen dem Starnberg nördlich der B2 und  dem Bereich südlich der B2 noch mehr gestört werden als schon bisher. Um das zu verstehen, muss man betrachten, welche Einrichtungen in Nord und Süd vorhanden sind. Hier ein paar Beispiele: Gäste des Hotels Vierjahreszeiten werden als Fußgänger einen längeren Weg entlang der hochfrequentierten B2 haben, wenn sie Richtung Strandbad oder Badegelände Percha wollen, denn die nächste Fußgängerquerung rückt weiter nach Norden (Bushaltestelle am Landratsamt). Wollen die Gäste mit dem Auto nach München, geht das nur über Moos- oder Petersbrunner Straße. Kompliziert wird für sie das Tanken ihres Autos an den nahen Tankstellen, denn dafür sind je nachdem beim Hin- oder Rückweg Umwege nötig. Aller Verkehr aus dem Bereich Nepomukweg (Schifffahrt, Bürgerpark), Dampfschiffstraße (Gesundheitsamt) und Schiffhüttenweg kann nur noch über die Kreuzung Percha-/Moosstraße in Richtung München, Starnberg Nord und Starnberger Innenstadt fahren. Denn an der Ausfahrt Uhdestraße ist wie oben beschrieben das Linksabbiegen nicht mehr möglich. Die Perchastraße wird deshalb stärker als heute durch Verkehr belastet sein.