Die Stadt Starnberg ist Sachaufwandsträger für das Gymnasium, also zuständig für die Ausstattung der Schule, den Bau und Unterhalt der Schulgebäude. Angesichts der massiven Kritik, die Vertreter des Elternbeirates an der Ankündigung des Rathauses geübt haben,  weil heuer geplante Sanierungsmaßnahmen wegen Personalnot im städtischen Hochbauamt auf das nächste Jahr vertagt werden sollen, erreichte uns von dort die folgende Pressemitteilung:

„Seit 2009 wurden pro Jahr durchschnittlich über eine halbe Million Euro in die bauliche Instandsetzung und Sanierung investiert.

Für 2018 sind trotz stark eingeschränkter personeller Kapazitäten folgende Maßnahmen geplant:

  • Ausführung der Fassadendämmung im Physikbereich
  • Sanierung bzw. Ersatz von Heizungsverteilern
  • Neubau der Lehrer-WCs (Fertigstellung im April)
  • Neubau eines behindertengerechten WCs (Fertigstellung im April)

Folgende geplante Maßnahmen müssen vorerst zurückgestellt werden:

  • Energetische Fassadensanierung eines Bauteils
  • Neumöblierung und Gestaltung eines Vorbereitungsraums für die Lehrkräfte (aktuell ist das Vorbereitungszimmer vorhanden und nutzbar)
  • Sanierung eines Physikraums (bereits in 2016 und 2017 wurden zwei Physikräume komplett saniert)
  • Akustikmaßnahmen in Klassenräumen (wird sukzessive umgesetzt, 14 Klassenzimmer sind bereits akustisch saniert)
  • Sanierung einer WC-Anlage

Diese Maßnahmen werden von der Bauverwaltung als unbedingt notwendig angesehen und wurden deswegen in die bereits bestehende Planung aufgenommen. Im Augenblick können hierfür jedoch keine Personalkapazitäten im Bauamt bereitgestellt werden, da die zuständige Architektin bereits mit der Abwicklung begonnener Maßnahmen (z.B. Wasserpark, Kinderhaus Perchting usw.) mehr als ausgelastet ist und die Stadt derzeit leider über keinerlei weiteres fachlich geeignetes Personal verfügt. Sollte im Laufe des Jahres absehbar sein, dass die erforderlichen personellen Kapazitäten zur Verfügung stehen, können und werden vorläufig zurückgestellte Maßnahmen früher angestoßen werden. Wir möchten, auch im Interesse aller Beteiligten aus Verwaltung, Schule und Elternschaft, aber heute nichts versprechen, was wir morgen nicht halten können. In der Sitzung des Bauausschusses am 22.02.2018 wurde die Thematik erörtert und von den Mitgliedern auch Verständnis geäußert.

Beim Starnberger Gymnasium handelt es sich um ein vergleichsweise altes Gebäude, welches mit hohem personellem und finanziellem Aufwand laufend auf den aktuellen technischen Stand gebracht wird. Um den laufendenSchulbetrieb nicht zu stören, ist ein bauabschnittsweises Vorgehen notwendig, das einen hohen Abstimmungsbedarf mit der Schule und großen Personalaufwand erfordert. Aus Rücksicht auf Lehrer und Schüler können die meisten Arbeiten ungestört nur in den Ferienzeiten ausgeführt werden.“

In der Pressemitteilung äußert das Rathaus Verständnis für die Sorgen der Eltern und kündigte an, mit dem Direktorium und den Vertretern der Elternschaft das Gespräch zu suchen, um die Sachlage zu erläutern und zu versuchen, gegenseitiges Verständnis zu finden. Den Mitgliedern des Bauausschusses des Stadtrates werde man anbieten, sich im Rahmen eines Ortstermins ein Bild von der aktuellen Situation am Gymnasium zu machen.

Der Stadt Starnberg als Sachaufwandsträger sei es zu allen Zeiten ein wichtiges Anliegen gewesen, das Gymnasium zukunftsfähig zu machen. Neben den fortwährenden baulichen Aktivitäten werde in der nächsten Zeit vor allem das Thema der Digitalisierung der Schule ein Schwerpunkt sein, teilt das Rathaus mit.