Eine ehemalige Garagenfläche an dem großen Bürogebäude an der Berger Straße 10 – vormals Schulz-Verlag – will die dort eingezogene Radiologie („Die Radiologie“ – vormals ansässig in der Schön-Klinik in Kempfenhausen, die inzwischen geschlossen wurde) für den Einsatz eines neuen Computertomographen (CT) und Umkleideräume nutzen. Dadurch würde die im neuesten Bebauungsplan vermutlich falsch festgesetzte nutzbare Fläche um 40 Quadratmeter überschritten. Das städtische Bauamt hält die Festsetzung für einen offensichtlichen Fehler, denn zuvor hieß es in den Bestimmungen statt 400 Quadratmeter 440. Trotzdem wollte das Landratsamt keine Befreiung von den Festsetzungen aussprechen, weshalb der Stadt nun nichts anderes übrig bleibt, als den Bebauungsplan zu ändern, was der Bauausschuss zwar einstimmig, teils aber sehr zornig beschloss. So erinnerte Josef Pfister (BMS) an die Einweihung der Radiologie, zu der auch Landrat Karl Roth gekommen sei und damals gesagt habe, das werde schon alles. Pfister jetzt: „Das schaut nach Schikane aus, der CT ist bestellt und steht jetzt auf Halde.“ Grünen-Stadträtin Annette von Czettritz hat selbst erfahren: „Das Landratsamt gibt generell keine Befreiungen mehr.“ Stellvertretender Landrat und SPD-Stadtrat Tim Weidner sprach sich für „eine Bebauungsplanänderung so schnell wie möglich“ aus. Man könne die Haltung der Kreisbehörde nur akzeptieren, sagte er.