Wer vorbildliche Renovierungs- und Gestaltungsmaßnahmen an seinem Gebäude vorgenommen hat, soll bis zu drei Jahre nach Durchführung der Arbeiten die Chance auf einen Fassadenpreis in Höhe von 1000 Euro haben. Diesen einzuführen beantragt jedenfalls der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Tim Weidner.

Seiner Ansicht nach sind in Starnberg in der Vergangenheit zu viele historische Gebäude entweder unwiederbringlich verloren gegangen oder „bis zur Unkenntlichkeit modernisiert worden“. Mit dem Fassadenpreis könne die Stadt zeigen, welch große Bedeutung diese Gebäude für das Stadtbild Starnbergs haben, schreibt Weidner an Bürgermeisterin Eva John. Er verweist auf die aktuellen Diskussionen zur Baukultur und Fassadengestaltung. Wie berichtet ging es jüngst um den Neubau an der Hauptstraße 12, der Stilelemente in einem goldbronzenen Ton erhalten soll. Vor allem diese Farbe war sehr umstritten.

Weidners Antrag im Einzelnen:

  1. Die Stadt Starnberg vergibt – im Rahmen der Förderung der Baukultur – alle drei Jahre einen Fassadenpreis für hervorragend renovierte Fassaden. Der oder die Preisträger sollen in einem Wettbewerb bestimmt werden, an dem alle privaten Eigentümer historischer Gebäude in Starnberg und seinen Ortsteilen teilnehmen können. Keine zwingende Voraussetzung ist die Denkmaleigenschaft eines Hauses.
  2. Jeder Einzelpreis ist mit Euro 1000 dotiert. Öffentlich-rechtliche Eigentümer können sich um „Lobende Erwähnungen“ bewerben.
  3. Über die Preisvergabe entscheidet der Stadtrat auf Vorschlag des Bauausschusses, der ehrenamtliche Gutachter hinzuziehen kann.
  4. Die Fassadenrenovierungen müssen abgeschlossen sein und dürfen bei der Bewerbung nicht länger als drei Jahre zurückliegen.