Im aktuellen Amtsblatt hat die Stadt Starnberg öffentlich zur Abgabe eines Angebotes im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens aufgerufen. Gesucht wird auf diese Weise ein Interessent, der sich vorstellen kann, die denkmalgeschützten der Stadt gehörenden Gebäude Bayerischer Hof – eventuell unter Einbeziehung der Alten Oberschule – vollumfänglich zu sanieren, wo nötig auszubauen und die Immobilien dann mit einem schlüssigen wirtschaftlichen Konzept zu betreiben (https://www.starnberg.de/buergerservice-verwaltung/aktuelles/meldungen/news/ortsuebliche-bekanntmachung-interessenbekundungsverfahren-bayerischer-hof/). Die Abgabefrist endet am 8. Juni 2018.

Das Rathaus erwartet Bewerbungen mit ebensolchen schlüssigen Konzepten und macht darauf aufmerksam, dass es sich noch nicht um eine Vergabe handelt. „Die Stadt behält sich vor, welchem Angebot ein Zuschlag erteilt wird“, heißt es auf der Homepage unter Bekanntmachungen. Der Bewerber müsse in der Lage sein, den Erhalt der Gebäude zu gewährleisten. Es gehe um die bauliche Entwicklung und Nutzung der Gebäude und Außenanlagen, die helfen sollen, den Erhalt der Immobilien durch eine wirtschaftliche Lösung langfristig zu sichern. Angeboten wird ein langfristiger Pacht- oder Erbbaupachtvertrag.

Der Bayerische Hof mit der Adresse Bahnhofsplatz 12 steht auf einem 4554 Quadratmeter großen Grundstück und hat derzeit 2475 Quadratmeter Geschossfläche. Er ist 1872 erbaut und 1892 um den südlichen Flügel ergänzt worden. Das Hotel steht ebenso wie das rückwärtige Nebengebäude und der Brunnen auf dem Hotelvorplatz unter Denkmalschutz. Seit 1969 ist es Eigentum der Stadt Starnberg, die ihn bisher verpachtet hat. Beschrieben wird das altehrwürdige Hotel als „stark sanierungsbedürftig“. Die Struktur des Grundrisses sollte aus denkmalpflegerischer Sicht erhalten bleiben, schreibt die Vergabesstelle des Rathauses. Die Stadt wünsche sich wieder einen Hotel- und Gastronomiebetrieb, der die denkmalschutzrechtlichen Belange berücksichtigt, den baulichen Brandschutz erfüllt und zur gestalterischen Aufwertung des Stadtbildes beiträgt.