Georg Jäger aus Percha gibt nicht auf. Unermüdlich sendet er seit Monaten E-Mails an den Bayerischen Ministerpräsidenten, erst an Horst Seehofer, jetzt an Markus Söder, an Verkehrsministerin Ilse Aigner, an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und an die Verantwortlichen der Bahn, damit sein Anliegen in die Mediation einfließen kann. Wie berichtet suchen Stadt und Bahn mit diesem Verfahren eine für beide Seiten tragbare Lösung nach dem Auslaufen des Vertrages von 1987 (Seeanbindung). Jägers „dringliches Anliegen“: Alle sollten am besten zusammenhelfen, damit Starnberg nicht die beiden aus Jägers Sicht rückwärts gewandten Projekte B2-Entlastungstunnel für die Straße und eine oberirdische Gleislösung am Bahnhof See bekommt. Er wünscht sich stattdessen die Realisierung des Seetunnelprojektes von Ingenieur Alexander Walther, bei dem Straßen- und Bahntunnel parallel unter dem Seegrund der Nordbucht des Starnberger Sees geführt werden (siehe Seetunnel: Urheberrecht gesichert). Vorteil, so Jäger: Eine echte Seeanbindung und kein Durchgangsverkehr mehr in der Stadt.

Jetzt hat er erstmals schriftlich eine Antwort aus der Bayerischen Staatskanzlei erhalten. Hier der Wortlaut:

Anliegen für Starnbergs Zukunft betreffend Ausbau B2, Bahn, Staatsstraßen und Seetunnel

Sehr geehrter Herr Jäger,

die Bayerische Staatskanzlei dankt Ihnen für Ihre Schreiben. Sie sprechen darin das Projekt Seetunnel 2002-24 an, um Starnberg mit Ihren Worten zu einer ‚See-Metropole‘ zu machen.

Wir haben Ihre Zuschriften dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr zugeleitet, damit Ihr Anliegen dort geprüft werden kann. Bitte haben Sie etwas Geduld, bis Ihnen von dort geantwortet wird.

Mit freundlichen Grüßen

Kuttner“