Mit der Mehrheit von CSU, WPS, BMS, BLS und FDP hat der Stadtrat den Haushalt 2018 gebilligt. SPD, Grüne, UWG und DPF haben gegen das Zahlenwerk votiert, vor allem wegen Bedenken gegen den noch mit vagen Zahlen erstellten Finanzplan 2019 bis 2021. Der hatte gezeigt, dass sich die Schulden der Stadt erhöhen, eventuell die Marke von 30 Millionen überschreiten. Wobei aber nur mit geschätzten Werten operiert werden kann und mögliche Einnahmen laut Bürgermeisterin Eva John noch gar nicht berücksichtigt wurden, zum Beispiel staatliche Zuschüsse zu städtischen Projekten. Gerade die Fraktionen sprachen von „Rekordverschuldung“, die für den Bau des B2-Tunnels gestimmt hatten, für den die Stadt jetzt bereits rund 8 Millionen Euro eigene Mittel bereitstellen muss. Das hielt John deren Vertretern auch vor.

Ende dieses Jahres liegen die Starnberger Schulden aber moderat bei 13,7 Millionen Euro. Der Haushalt enthält die vom Stadtrat beschlossenen Projekte. Durch Einsparungen bei den Personalausgaben und Mehreinnahmen von Steuern war es Stadtkämmerer Thomas Deller auch gelungen, eine positive Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt zu ermöglichen. Höhe 1,7 Millionen Euro. An Kreditaufnahmen sind 1,6 Millionen Euro geplant. Der Haushalt der Stadt hat insgesamt ein Volumen von 71,9 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt, und 22 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Die Rücklagen sind wie schon berichtet auf nur noch eine Million Euro zurückgefahren worden, weil die Stadt in der vergangenen und derzeitigen Lage auf dem Kapitalmarkt nicht in Gefahr geraten wollte Negativzinsen zahlen zu müssen.