Das Nahversorgungszentrum an der Weilheimer Straße nimmt Konturen an. Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung die Stellungnahmen der Öffentlichkeit zum zuvor ausgelegten vorhabenbezogenen Bebauungsplan für die Fläche des ehemaligen „Mercedes-Popp“-Gebäudes an der Weilheimer Straße Nr. 14 und 14a einstimmig abgewogen. Wegen der nochmals nötigen Änderungen wird der Plan erneut öffentlich ausgelegt. Auf dem Grundstück soll ein zweigeschossiger Markt neu gebaut werden, in den eine Drogerie, ein Biolebensmittelmarkt, eine Trachtenmodengeschäft und eine Gastronomie einziehen sollen. Die nötigen Änderungen am Bebauungsplan beziehen sich vor allem auf Forderungen des Abwasserzweckverbandes, der gefordert hat Vorsorge für das 30- und 100jährige Hochwasser zu treffen und diese Maßnahmen nachzuweisen. Weiter hat das Staatliche Bauamt Weilheim darauf hingewiesen, dass die Bauherren bei der Gründung ihres Projektes auf die Pläne für den B2-Entlastungstunnel Rücksicht nehmen müssen. Markus Mooser (WPS) stellte fest: „Das bedeutet, dass Grundeigentümer, deren Grund und Boden auf der Tunneltrasse liegt, Einschränkungen ihrer Baurechte hinnehmen müssen.“

Die Pläne für den neuen Markt werden seit Januar 2017 verfolgt. Damals hatte die Cima (CIMA Beratung und Management GmbH, München), die die Stadt Starnberg seit vielen Jahren in Sachen des Einzelhandels berät, bereits die Ergänzung des Einkaufsangebots an dieser Stelle begrüßt. Das neue Angebot komplettiere das dort schon vorhandene Angebot des kurzfristigen Bedarfs,  ohne dabei negative Auswirkungen auf die Entwicklungsfähigkeit der Starnberger Innenstadt zu generieren, hieß es damals. Die Bauverwaltung hatte sehr begrüßt, dass die Bauherren einen vier Meter breiten Geh- und Radweg entlang der Weilheimer Straße als sichere Wegeführung anbieten. Nach dem Auszug des Autohauses vor vielen Jahren waren die an der Stelle noch stehenden alten Gebäude zu vielerlei Handel genutzt worden, unter anderem für Trachten und Teppiche.