Die Situation mit den zu vielen und vor allem dort ungenehmigt parkenden Autos am Seerestaurant „Undosa“ muss sich ändern. In diesem Punkt waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität des Stadtrates einig. Ab Jahresmitte 2018 soll es eine neue vertragliche Regelung geben. Welche genau, darüber hat der Ausschuss auf Bitte von Patrick Janik (UWG) hinter verschlossenen Türen beraten. Das Rathaus teilte das Ergebnis aber hinterher der Presse wie folgt mit: „Beschlussauszug aus gestriger nicht-öffentlicher Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität zur ‚Neukonzeptionierung der Parksituation am Undosa‘ :

 Die Verwaltung wird beauftragt, zur Verbesserung der Verkehrs- und Parksituation ein geeignetes Konzept auszuarbeiten. Darin soll Folgendes Berücksichtigung finden:

 –    Versetzung der Schranke zum Standort nach Alternative 1 oder Alternative 2 (auf Höhe MRSV oder Eingang Kinderspielplatz)

–    Beschilderung mit Zeichen 250 StVO und Zusatzzeichen „Lieferverkehr und Mitarbeiter Undosa frei“

–    Verbot der Einfahrt an der nördlichen Unterführung

–    Praktikable Zugangsregelung/-berechtigung

–    Klärung/Regelung der Bewirtschaftung der Schranke

 Das Konzept ist vorab mit den Anliegern abzustimmen und daraufhin dem Ausschuss vorzulegen.“

Nach den Worten von Bürgermeisterin Eva John im öffentlichen Teil der Beratung ist die Verkehrsproblematik an der Seepromenade ein ewig währendes Thema, dass vor allem im Sommer nicht in den Griff zu bekommen sei. Bisherige „softe Maßnahmen“ hätten keinen Erfolg gezeigt. „Wir glauben, das ist nur in den Griff zu bekommen, wenn die Zufahrt gesperrt wird und nur noch dort Wohnende sowie Stellplatzinhaber und Lieferanten anfahren dürfen.“ Gäste sollten keine Zufahrtsmöglichkeit mehr bekommen, denn es gebe in der näheren Umgebung genug Parkplätze oberirdisch und in Tiefgaragen. Es brauche eine Schranke, die möglichst direkt nach der Unterführung von der Possenhofener Straße auf den Unteren Seeweg installiert sei. Letztgenannter sollte nur noch für Anwohner in beiden Richtungen befahrbar sein. Die neue Schranke gehöre in den Verantwortungsbereich der Stadt. Franz Heidinger (BLS) plädierte für einen Schrankenstandort am Kinderspielplatz der Promenade, damit der Münchner Ruder- und Segel-Verein (MRSV) Platz zum Rangieren mit den langen Ruderbooten behalte. Gerd Weger (CSU) wollte die heutige Lösung mit Schranke kurz vor dem Undosa beibehalten, und den Lieferverkehr auf vormittags begrenzen. Außerdem sollte seiner Ansicht nach zum Beispiel bei Hochzeiten ein Parken am Restaurant möglich bleiben. Dem widersprachen Franz Sengl (Grüne) und Iris Ziebart (FDP) vehement. Laut Sengl macht nur eine Schranke direkt nach der Unterführung Sinn. Ziebart lehnte nachdrücklich jeglichen Fahrverkehr auf der Promenade ab, schon um die Kinder nicht zu gefährden.