Das schlimme Gewitter mit heftigsten Regengüssen am 12. Juni 2018, hat, wie in den Zeitungen zu lesen war, schwere Schäden an dem neuen Kreisverkehr zwischen Söcking und Perchting angerichtet. Noch nicht befestigtes Erdreich war weggespült worden und hatte die Kreisverkehrsanlage unter Wasser und Schlamm gesetzt, so dass diese gesperrt werden musste. Dem Kreisel kommt wesentliche Bedeutung zu, wenn Ende des Jahres die neue Westumfahrung für Starnberg eröffnet wird. Über ihn erfolgt die Anbindung der Verbindungsstraße zwischen Andechser Straße und der Bundesstraße 2 beim Maxhof. In der Öffentlichkeit war viel Hähme über Planer des Staatlichen Bauamtes Weilheim und die beteiligten Baufirmen ausgegossen worden, nach dem Motto ‚Die können es wohl nicht‘. Markus Mooser (WPS) vermutete in der jüngsten Stadtratssitzung eine „massive Fehlplanung“. Die Stadt solle bei der Obersten Baubehörde in München nachfragen, was da schief gelaufen sei. Schließlich würden „die gleichen Organe den B2-Tunnel realisieren“, verlangte er.

Bürgermeisterin Eva John nahm die Verantwortlichen in Schutz. Sie habe sich am nächsten Tag mit der Weilheimer Behörde ausgetauscht. Der Kreisverkehr sei nach den Regeln der Technik geplant und gebaut worden. Unglück sei gewesen, dass das Regenereignis eine noch nicht fertige Straße getroffen habe, sondern eine Noch-Baustelle. So habe die Böschungsbepflanzung gefehlt, die eigentlich bereits für die nächsten Tage geplant gewesen sei. „Ich möchte keine Planungsfehler unterstellen“, sagte die Bürgermeisterin. Sie habe es als sehr positiv empfunden, dass die Baufirma noch in der selben Nacht zusammen mit der Feuerwehr dort aufgeräumt habe, damit am nächsten Tag der Verkehr wieder fließen konnte. „Die Tunnelbaustelle wird geologisch eine ganz andere Nummer. Die werden das schon in den Griff kriegen“, meinte John.