Der Bebauungsplanentwurf für den von der Stadt schon seit langem geplanten Gastronomie-Kiosk auf dem Gelände des Bürgerparks wird ab Montag, dem 16. Juli 2018 bis zum 17. August 2018 öffentlich ausgelegt. Er kann im Rathaus zu den Dienststunden im Bauamt eingesehen werden. Bisher konnte der Kiosk nicht gebaut werden, weil das Landratsamt, das den Bauantrag genehmigen muss, kein grünes Licht dafür geben wollte, dass außer dem Stellplatz für den künftigen Wirt keine weiteren Stellplätze für Besucher ausgewiesen werden. Als rechtliche Grundlage verlangte das Amt einen Bebauungsplan, den das Stadtbauamt jetzt im Entwurf erstellt hat. (siehe Keine Parkplätze am Bürgerpark und “Amtsschimmel schreit”)

Anlass und Ziel der Planung ist laut Entwurf:

„Auf dem unmittelbar am Starnberger See und in fußläufiger Entfernung zum Stadtzentrum gelegenen, im Eigentum der Stadt Starnberg befindlichen Grundstück Fl. Nr. 10/1, Gemarkung Starnberg, entstand jüngst der „Bürgerpark“. Geprägt ist dieser durch eine Kinderspielfläche sowie weitläufige Schilf- und Rasenflächen, die Einheimischen und Tagesausflüglern einen Platz zum Verweilen am See bieten. Aufgrund der prädestinierten Lage soll hier ein Gastronomiebetrieb mit Freischankfläche entstehen.

Ziel des Bebauungsplans Nr. 8169 ist es, die Attraktivität der städtischen Grünfläche zu sichern und zu stärken, indem die planungsrechtliche Grundlage für die Errichtung eines Gastronomiebetriebs mit Freischankfläche und einem Toilettengebäude geschaffen wird. Um den Charakter der Grünanlage als großzügige Erholungsfläche, die sich durch die direkte Anbindung an das Seeufer und hervorragende Ausblickmöglichkeiten auf den See und die Alpen auszeichnet, nicht zu konterkarieren und um nicht immensen Parksuchverkehr in den Nepomukweg bzw. die Dampfschiffstraße hineinzuziehen, soll lediglich ein Stellplatz für den Betreiber des Gastronomiebetriebs hergestellt und auf die Errichtung von Besucherstellplätzen verzichtet werden.“

Als Städtebauliches Konzept wird beschrieben:

„In Anlehnung an die Gebäudeform der Werft ist das Gastronomiegebäude als langgestreckter Baukörper in Nord-Süd-Ausrichtung mit im Süden und Westen anschließender aufgeständerter Terrasse mit Außensitzplätzen geplant. Das Gebäude sowie die Terrasse sollen sowohl über Treppenstufen als auch über eine Rampe erreichbar sein, um den barrierefreien Zugang zu gewährleisten.

Im Norden sollen an das Gebäude ein Carport sowie Lager- und Müllräume anschließen.
Westlich des Gebäudes ist die Errichtung eines weiteren Gebäudes mit öffentlichen Toiletten geplant.“

Grundzüge der Planung sollen die Folgenden sein:

„Grundzüge der Planung sind insbesondere:

  • Sicherung der Fläche als öffentliche Grünfläche und als Sondergebiet „Tourismus und Gastronomie“,
  • Freihaltung der Parkanlage von Stellplätzen,
  • Festlegung des maximal zulässigen Maßes der Nutzung durch die Festsetzung einer Grundfläche i. V. mit der maximalen Höhe des Gebäudes für den Gastronomiebetrieb.“

Für diese Bauleitplung ist ein Umweltbericht erforderlich und eine dafür eine Vorprüfung, ob das Vorhaben FFH-verträglich ist, denn der Starnberger See ist bekanntlich FFH-Gebiet.