In der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause hatten sich wie berichtet Eltern der Kinderbetreuungseinrichtung „Spielinsel“ zu Wort gemeldet und ihre Sorge zu Ausdruck gebracht,  die künftige Betreuung  ihres Nachwuchses könnte ab dem im September beginnenden Kindergarten- und Schuljahr nicht gesichert sein, auch weil eventuell nicht ausreichend Personal vorhanden sei. Hintergrund ist, dass das bisherige Domizil am Seufzerberg (Bahnhofstraße) und Dinardstraße im kommenden Jahr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll, in den die Spielinsel nach Fertigstellung wieder einziehen kann (siehe Neue Bleibe für Spielinsel). Doch es gilt die Bauzeit zu überbrücken, weshalb die Stadt als Träger sich bemüht hat, für die Übergangszeit Container zu besorgen, in denen die Spielinsel derweilen untergebracht werden kann. Eine erste Ausschreibung für die Container war nicht geglückt, weil es auf dem Markt angeblich kaum bezahlbare Angebote gab. Die neuerliche Ausschreibung hat nun aber Angebote gebracht, die nach Mitteilung des Rathauses derzeit inhaltlich geprüft werden, damit dann unverzüglich die Auftragsvergabe erfolgen kann, so dass die Stadt allen Beteiligten einen ungefähren Zeitplan für den Start ins neue Kindergarten- und Schuljahr mit in die Ferien geben konnte – mit einem Zuckerl, einem besonderen Ausflug obendrauf.

Für Abbruch und Neubau des heutigen Domizils der Spielinsel zeichnet die Firma Ehret + Klein aus Percha verantwortlich. Eine Anfrage des Blogs dort hat ergeben, dass es keine Hindernisse im Genehmigungsverfahren gibt. „Es läuft planmäßig“, teilte Anke Witzel, zuständig für die Unternehmenskommunikation mit. Mit der zweiten Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans durch das städtische Bauamt sei im Oktober zu rechnen, gleichzeitig reiche man den Antrag auf Baugenehmigung ein. Sobald der Bauleitplan zur Satzung erklärt sei, liege damit zugleich die Baugenehmigung vor. Laufe alles planmäßig, lägen die Voraussetzungen für den Baubeginn dann im ersten Quartal 2019 vor.

Im Rathaus hat es inzwischen Gespräche zwischen Elternvertretern und Verwaltung gegeben, deren Ergebnis ein Informationsschreiben von Bürgermeisterin Eva John vom 2. August 2018 an Kinder, Eltern und Erzieherinnen zum Betrieb zusammenfasst. Darin heißt es:

  • Die Spielinsel bleibt nach den Ferien bis zur endgütigen Inbetriebnahme des neuen Container-Gebäudes an der Ludwigstraße am bisherigen Standort Dinard-Straße. An der Ludwigstraße sei für die Aufstellung der Container die Sohle aus einer tragfähigen Kiesschicht schon hergestellt und es würden die Außenanlagen und notwendigen Stellplätze vorbereitet.  Die Spielinsel startet am 4. September 2018 mit 40 Kindergartenkindern in zwei Gruppen und mit 20 Hortkindern in einer Gruppe. Die Hortkinder nutzen für eine Übergangszeit den bisherigen Turnraum der Einrichtung.
  • Der Turnraum wird zeitnah mit Klimageräten ausgestattet, damit für eine gute Belüftung und Lernatmosphäre gesorgt ist.
  • Weil der Turnraum somit nicht für Sport und Spiel nutzbar ist, wird sich die Stadt bemühen, den Kindern mehrmals pro Woche die kostenfreie Benutzung von Turnhallen zu ermöglichen, „damit die Bewegung nicht zu kurz kommt“.
  • Die Chancen stehen gut, dass alle ErzieherInnen- und KinderpflegerInnen-Stellen zum 4. September besetzt sind. Zwei Einstellungen sind schon vorgenommen worden, für die dritte läuft es vielversprechend. Darüber hinaus konnte eine Praktikantin im Freiwilligen Sozialen Jahr als zusätzliche Unterstützung gewonnen werden.
  • Die Stadt sichert den Horteltern die sichere und dauerhafte Schulwegbegleitung der Schlossbergschüler zum Spielinsel-Hort zu, anschließend zum Container-Gebäude an der Ludwigstraße.
  • Als Dankeschön an Mitarbeiterinnen für deren außerordentlichen Einsatz in den letzten Monaten, an die Kinder, die teils auf Ausflüge hatten verzichten müssen und als kleine Wiedergutmachung an die Eltern wegen Unsicherheiten und Mängeln wird die Stadt mit der Leitung der Kinderbetreuungseinrichtung „einen ganz besonderen Tagesausflug“ für die Kinder und ihre Erzieherinnen organisieren und finanzieren.
  • Nach den Sommerferien wird der Zeitplan für den Umzug bekannt gegeben.
  • Außerdem soll es eine „Umzugsparty“ geben, die als Schlussstrich und Neuanfang gedacht ist. Termine und Details müssen noch abgestimmt werden.