Nach intensiver Debatte hat der Bauausschuss des Stadtrates entschieden, den Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Mühlbergstraße, Dr. Paulus Weg und Mathildenstraße weiter zu führen und mit einer Variante in das Verfahren zu gehen, die neue Bauten im Bereich der Villengärten im südwestlichen Teil der Mathildenstraße zulassen würde. Zuvor hatte das Bauamt den Auftrag aus vorheriger Sitzung erfüllt und geprüft, welche baulichen Anlagen dort bereits vorhanden sind und ob sie widerrechtlich errichtet wurden. Verstöße wurden aber nicht festgestellt. In der folgenden Diskussion prallten erneut die  unterschiedlichen Ansichten aufeinander. Während die Verwaltung dem Denkmalschutz den Vorrang geben wollte und zusätzliches Baurecht ablehnte, konnten sich die Stadträte Günther Picker (WPS) und Josef Pfister (BMS) dafür erwärmen. Einen Kompromiss empfahl Ludwig Jägerhuber (CSU): „Das ist eine politische Entscheidung und eine Gradwanderung“, sagte er. Man solle die Variante mit zusätzlichem Baurecht in das öffentliche Verfahren geben und am Ende die eingegangenen Anregungen der Bürger und Träger öffentlicher Belange politsch werten. Sein Fraktionskollege Gerd Weger wollte das nicht mittragen: „Wenn wir Verantwortung übernehmen wollen, müssen wir der Empfehlung der Verwaltung folgen.“ Picker meinte dagegen: „Für die denkmalgeschützte Villa ist nicht so ein großer Garten nötig.“

Der Vorschlag der Verwaltung wurde gegen die Stimmen von Iris Ziebart (FDP), Klaus Rieskamp (DPF), Christiane Falk (SPD) und Weger abgelehnt (4:9). Für Jägerhubers Vorschlag lautete das Abstimmungsergebnis anders herum (9:4).  Einen entsprechenden Bebauungsplanentwurf auszuarbeiten, öffentlich auszulegen und die Bürger und Träger öffentlicher Belange zu beteiligen unterstützte der Ausschuss mit 10:3 Stimmen. Picker, Klaus Huber (WPS) und Ziebart waren dagegen. (Siehe auch Bebauungsplan mit Fragezeichen)