Vom 16. August bis zum 25. September 2018 liegen die Entwurfspläne für das neue Kinderhaus in Perchting während der allgemeinen Dienststunden im Starnberger Rathaus im Zimmer 311 zu jedermanns Einsichtnahme öffentlich aus. Nähere Informationen zu der Planung können auch online unter „Aktuelles“ und „Bekanntmachungen“ über die Homepage der Stadt http://www.starnberg.de abgerufen werden.

In der Juli-Sitzung des Bauausschusses des Stadtrates war das Vorhaben nochmals behandelt worden. Stefanie Fritz vom städtischen Bauamt erläuterte im Zusammenhang mit einem von CSU-Stadtrat Stefan Frey gestellten Antrag die Möglichkeiten, die es geben könnte, die Kinderbetreuungseinrichtung nicht vom Ort her über die Jägersbrunner Straße sondern direkt von der Andechser Straße aus zu erschließen. Die Andechser Straße ist eine Staatsstraße, weshalb die Entscheidungsbefugnis über diesbezügliche Anschlussmöglichkeiten nicht bei der Stadt Starnberg liegen, sondern vielmehr Angelegenheit von Landratsamt und Staatlichem Bauamt Weilheim sind.

Fritz sprach über zwei Möglichkeiten: Die eine westlich des Sportplatzes, wo aber mit hohem Aufwand eine ganz neue Straße zu bauen sei. Die andere über einen teils schon asphaltiert vorhandenen Feldweg am Pferdehof vorbei. Hier sei der Aufwand geringer. Es müssten nur Ausweichstellen geschaffen werden. Positiv könne sich in diesem Fall auswirken, dass die Ortsdurchfahrt von Perchting dann von den großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen entlastet werden könnte, die heute über diese zum Pferdehof fahren. Ob dafür benötigte Grundstücke jedoch verfügbar seien, müsse erst noch geklärt werden, so Fritz. Im Bebauungsplanverfahren sollten alle drei Varianten, also auch die rechtlich sichere Zufahrt über die Jägersbrunner Straße, geprüft werden.

Die Vertreterin des städtischen Bauamtes berichtete auch, man habe eine Verkehrszählung durchgeführt mit folgendem Ergebnis: Auf der Jägersbrunner Straße seien pro Tag 570 Fahrten gezählt worden. Nach der Betriebsaufnahme des Kinderhauses werde sich diese Zahl um 210 erhöhen. „Das ist vergleichsweise gering“, sagte Fritz. Trotzdem schlage die Stadt unabhängig vom Bebauungsplanverfahren vor, den vorhandenen einseitigen Gehweg bis zum Kinderhaus zu verlängern, die Straßenbreite auf 4,50 Meter zu erhöhen und durch optische Maßnahmen die nötige Querung der Straße hervorzuheben. Iris Ziebart (FDP) meinte: „Es wundert mich, dass im Dorf alle Kinder mit dem Auto zum Kindergarten gebracht werden.“ Sie bat, bei der Straßenbreite zu berücksichtigen, dass diese auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge ausreichen muss.

Frey bat darum, nach Klärung der offenen Fragen den Perchtingern die Möglichkeiten der Erschließung in einer Ortsteilbürgerversammlung vorzustellen und die Pläne danach nochmals im Bauausschuss zu besprechen. Ziebart riet generell vom Ausbau einer komplett neuen Straße ab. Als Zufahrt reiche auch ein rein landwirtschaftlich genutzter Weg von der Andechser Straße aus. (Siehe auch Kinderhaus kann fertig geplant werden) Der Bauausschuss hat den Entwurf einstimmig gebilligt und der öffentlichen Auslegung zugstimmt.