Die Fläche für die Erweiterung für die Intensivstation ist da, der Nachweis einer naturschutzfachlichen Ausgleichsfläche und über die Ableitung von Niederschlagswasser musste in der  jüngsten Bauausschusssitzung noch vorgelegt werden. Bei Letztgenanntem geht es wie berichtet um die nochmalige Erweiterung des Klinikums. Auch wenn Ludwig Jägerhuber (CSU) mahnte, das müsse „so schnell wie möglich über die Bühne gebracht werden“,  wollte der Ausschuss dem Rathaus noch kein grünes Licht für einen Satzungsbeschluss geben. Vielmehr sollen die offenen Fragen laut Stefan Frey (CSU) bis zum September geklärt werden.

Anders war es beim Bebauungsplanentwurf für eine Teilfläche des das gesamte Klinikgebiet umfassenden Bebauungsplanverfahrens.  Der Umbau des bisher wilden Parkplatzes auf dem dem Landkreis gehörenden Grundstück an der Ecke Oßwaldstraße/Zeppelinpromenade gestaltet sich schwieriger als gedacht. Ohne diesen steht aber der Neubau des klinikeigenen Parkdecks in den Sternen, weil während der Bauzeit Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen sollten. Offen ist, welche Flächen des neuen Parkplatzes nun tatsächlich aus Lärmschutzgründen – zumindest nachts – unbenutzbar wären. Das ist nämlich das Problem: Der von der Parkplatzfläche ausgehende Lärm, zum Beispiel durch Türenschlagen oder laute Unterhaltung beim Abfahren, würde Wohnbereiche in der Nachbarschaft, wie das Schwesternwohnhein, private Grundstücke und mehr, beeinträchtigen, was eine Nutzung nicht genehmigungsfähig machen könnte. Das bisherige Gutachten sagt, die Grenzwerte könnten nur eingehalten werden, wenn es keine Nutzung während der Nacht gebe, oder diese einen Abstand von 43 Metern zur Wohnbebauung und 28 Meter zum Schwesternwohnheim einhalte. Für diesen Fall blieben nur wenige nutzbare Stellplätze übrig. Als eine mögliche Lösung war vorgeschlagen worden, die nachts zu sperrenden Plätze mit Hilfe einer Schranke ab dem Abend von der Nutzung auszunehmen. Ob solche Festsetzungen überhaupt in einen Bebauungsplan aufgenommen werden können, hätte das Bauamt noch mit dem Landratsamt klären müssen.

Franz Heidinger (BLS) wollte die Ein- und Ausfahrt zum Parkplatz verlegen, und zwar statt wie bisher an der Oßwaldstraße geplant, an die Zeppelinpromenade. „Das sind Änderungen, die zur kompletten Überarbeitung des Immissionsgutachtens führen. Die helfen nicht zur Beschleunigung des Verfahrens“, warnte Bürgermeisterin Eva John. Josef Pfister (BMS) brachte den Bau einer Schallschutzwand zur Wohnbebauung ins Gespräch. Annette von Czettritz (Grüne) hatte kein Verständnis dafür, dass der Ausschuss dem Bauherrn Klinikum vorschreiben wolle, wie er seine Planung ausarbeitet: „Wenn die damit leben können, wer sind wir denn?“, fragte sie.  Stefan Frey (CSU) sprach sich dafür aus, die Fragen des Lärmschutzes dem Landratsamt zu überlassen, wenn dieses den Bauantrag behandelt. Einstimmig billigte es der Ausschuss, mit der vom Klinikum vorgeschlagenen Lösung mit nächtlicher Nutzungsbeschränkung das Verfahren fortzusetzen und den Entwurf im nächsten Schritt erneut öffentlich auszulegen.