Bis zum 12. Oktober 2018 ist die Stadtbücherei Starnberg noch geschlossen. In den Räumen wird renoviert: Neue Leitungen werden verlegt, ebenso ein neuer Teppichboden, die Theken sollen in Zukunft höhenverstellbar sein und laut Leiterin Bettina Degenhart werden auch schon die neuen Büchereiausweise hergerichtet. Wenn die Nutzer sich dann wieder Bücher aussuchen und das sonstige Angebot der Stadtbücherei  in Anspruch nehmen wollen, wird sich einiges verändert haben.

Dem Kulturausschuss des Stadtrates berichtete Degenhart kürzlich über ein „sehr arbeitsintensives Jahr“ für sie und ihr Team. So ist der gesamte Bestand durchforstet worden und 36595 Medien mussten mit Transpondern (RFID-Chips) versehen werden, die in Zukunft die moderne Selbstverbuchung ermöglichen. Ab dem 15. Oktober 2018 solle das dann „kinderleicht“ funktionieren. Stolz berichtete Degenhart, dass trotz dieser Sonderaufgaben um 7,5 Prozent mehr Besucher gekommen und Ausleihen vorgenommen haben. Das Motto der Einrichtung sei „Lass Dich inspirieren“. Die Stadtbücherei solle ein Ort der Entspannung und Vernetzung mit anderen sein. Das digitale Angebot sei ausgeweitet worden, so dass nun auch der Brockhaus jederzeit digital über eine App aufgerufen werden könne. Zielgruppe blieben besonders  Familien und Schüler. Um für die nächsten Jahre gut aufgestellt zu sein würden die Angebote zur klassischen Leseförderung beibehalten und die digitalen Angebote ausgeweitet, zum Beispiel zum Musik-Streaming oder dem digitalen Lesen von Zeitschriften. Nebenher hat die Stadtbücherei aber auch noch gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt ein Bewerbungstraining für Flüchtlinge angeboten. Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, ist eine Ausweitung der Öffnungszeiten geplant. So kann man dann Samstag in die Bücherei gehen und während der Woche ist die Einrichtung noch zwei Stunden mehr als bisher offen (mehr Informationen unter http://www.starnberg.de).

Wie Ludwig Beck vom Amt für Bürgerservice und Verwaltung im Rathaus den Stadträten erläuterte, benötigen die neuen Projekte als sichere rechtliche Grundlage eine öffentlich-rechtliche Regelung in Form einer Satzung über die Nutzung der Stadtbücherei, und eine über die Gebühren für die Nutzung. Beide Satzungsentwürfe hat der Kulturausschuss und inzwischen auch der Stadtrat einstimmig abgesegnet. Sie sollen zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Bei den Gebühren bleibt es bei zwölf Euro für den Büchereiausweis pro Jahr. Neu ist, dass es statt einer Befreiung nun auch eine ermäßigte Gebühr, zum Beispiel für Schüler, Auszubildende und Studenten bis zum 27. Lebensjahr geben wird, ebenso für Inhaber der Ehrenamtskarte. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren zahlen weiterhin nichts.