Dem Wunsch des Eigentümers entsprechend hatte der Bauausschuss in der Vergangenheit dem Rathaus den Auftrag erteilt, einen Bebauungsplanentwurf vorzulegen, der in dem eng begrenzten Gebiet zwischen Mühlbergstraße, Dr.-Paulus Weg und Mathildenstraße Baurecht im Park der dortigen denkmalgeschützten Villa ermöglicht. Dieser Entwurf war öffentlich ausgelegt worden. Die Öffentlichkeit und die Behörden hatten sich dazu geäußert. Gravierende Bedenken meldete laut Stadtbauamt das Denkmalamt an, dass sich wie einige Stadträte vehement dafür aussprach, die Villa nicht durch Neubauten einzuengen. Die Bauverwaltung empfahl deshalb in der jüngsten Ausschusssitzung, den Bebauungsplan nicht weiter zu verfolgen, weil man ihn nicht zur Genehmigung bringen werde. Das bestätigte Bürgermeisterin Eva John: „Wir können die Bedenken des Denkmalschutzes nicht wegwägen.“ Gerd Weger (CSU) plädierte dafür, ohne die neuen Bauflächen weiter zu machen. Sein Fraktionssprecher Ludwig Jägerhuber unterstützte dies, „allein schon aus Gründen des Baumschutzes“. In dem Park gibt es mächtige alte Bäume, die bei Neubauten in Gefahr wären, gefällt zu werden. Die noch gültige Veränderungssperre in dem Gebiet läuft am 7. Oktober 2018 aus. Iris Ziebart (FDP) befürchtet, ohne Bebauungsplan könnte der Villenbesitzer zusätzliches Baurecht erstreiten, das sich dann nach der Umgebungsbebauung richten würde. Am Ende wurde die weitere Beratung des Falles bis zur nächsten Bauausschusssitzung zurückgestellt, wo ein Bebauungsplanentwurf ohne weitere Baufenster Grundlage sein soll. Nur Franz Heidinger (BLS) stimmte dagegen.