Der Bauausschuss des Stadtrates hat sich in seiner letzten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, für die Söckinger Grundschule und den dortigen Maria-Kempter-Kindergarten sichere Hol- und Bringzonen einzurichten und die Straßen und Wege wo notwendig dafür umzubauen. Auf eine Variante legten sich die Stadträte noch nicht fest. Der Stadtverwaltung erteilten sie den Auftrag, die möglichen Maßnahmen mit der Schulleitung, dem Eltenbeirat und der Polizei abzustimmen, die Planung zu erstellen und diese für den Baubeschluss nochmals dem Ausschuss vorzulegen. Außerdem erklärte sich der Ausschuss einverstanden, dass mögliche provisorische Maßnahmen zur Sicherheit schon „umgehend“ umgesetzt werden können.

Vor der Sitzung hatten sich die Ausschussmitglieder zur Ortsbesichtigung in Söcking getroffen. Es geht um zwei Hol- und Bringzonen – eine am Parkplatz der Kirche St. Ulrich an der Prinz-Karl-Straße, und eine am Hanau-Park, die bereits provisorisch entlang der Maximilian-von-Dziembowski-Straße markiert worden war (siehe Hol- und Bringzone sicherer machen). Beide erfordern laut Bürgermeisterin Eva John sichere Möglichkeiten zur Querung der Straßen sowie Verlängerungen an Gehwegen. Zusätzlich solle einem Wunsch vieler Eltern Rechnung getragen werden, die die Kempterstraße zur Einbahnstraße erklärt wissen wollen. Das sei schon vor den Umbaumaßnahmen provisorisch möglich, sagte John.

Während Gerd Weger (CSU) es angesichts der Kosten von 250000 Euro nicht für wirklich notwendig hielt, die Maximilian-von-Dziembowski-Straße an der fraglichen Stelle zu verschmälern, widersprach ihm die Bürgermeisterin deutlich: „Das ist bisher wirklich eine Rennstrecke.“ Wegers Fraktionskollege Ludwig Jägerhuber und Iris Ziebart (FDP) begrüßten dagegen die Vorschläge und rieten, sich vor der Abstimmung mit den Beteiligten noch nicht auf eine Variante festzulegen. Günther Picker (WPS) wäre wohler, wenn es statt der Querungshilfe an dieser Stelle eine Ampel gäbe, denn morgens gebe es dort sehr viel Verkehr. Eine Ampel koste aber nochmals bis zu 100000 Euro, antwortete John. Weger glaubt, ein Blinklicht könnte ausreichen auf die Querung aufmerksam zu machen. Die Maßnahmen, für die Finanzmittel bereits in den Haushaltsentwurf für 2019 eingeplant sind, sind Teil des in Erarbeitung befindlichen Schulwegsicherheitskonzeptes der Stadt.