Vielfach hat den Bauausschuss des Stadtrates seit 2011 die Frage beschäftigt, ob für das Teilgebiet zwischem der Mühlbergstraße, dem Dr.-Paulus-Weg und der Mathildenstraße ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll und ob dann im Bereich der dortigen denkmalgeschützten Villen neues Baurecht in deren südlich gelegenem Park vorstellbar sei oder doch besser nicht (siehe Bebauungsplan wird weiter geführt und Doch kein neues Baurecht?). In der vorletzten Sitzung des Ausschusses hatte das Stadtbauamt den Auftrag erhalten, den Bebauungsplan ohne die Ausweisung neuer Bauflächen fortzuführen. Ein entsprechender Entwurf war nun Grundlage der letzten Sitzung. Eine Veränderungssperre ist am 7. Oktober 2018 ausgelaufen und konnte aus rechtlichen Gründen nicht weiter verlängert werden.

Wie Stadtbaumeister Stephan Weinl nun erläuterte, hatte auch der Denkmalschutz gravierende Bedenken gegen zusätzliche Bauten in dem Park angemeldet und auf dessen baukuturellen Wert hingewiesen. Der Erhalt des wesentlichen Baumbestandes begründe die Einschränkung des Eigentumsrechtes, hieß es. Otto Gaßner (UWG) rechnet nach eigenen Angaben mit einer Normenkontrollklage durch die Betroffenen. Josef Pfister (BMS), der sich maßvolle weitere Bauräume hatte vorstellen können, bekräftigte: „Ich bin nach wie vor gegen diese Festsetzungen, weil ich sie einfach ungerecht finde.“ Acht von zwölf Stadträten sahen das jedoch anders. Zehn stimmten dafür, den Bebauungsplanentwurf in seiner jetzigen Form nochmals öffentlich auszulegen.