Grundsätzlich zugestimmt hatte der Bauausschuss der Hol- und Bringzone für die Grundschule Söcking bereits am 18. Oktober 2018. Dabei war dem Rathaus aufgegeben worden, die möglichen Varianten noch mit Elternbeirat, Schulleitung und Polizei abzustimmen (siehe Schulwegsicherheit in Söcking und Hol- und Bringzone sicherer machen). Das war erledigt, als sich der Bauausschuss jetzt nochmals mit dem Thema befasste und den Arbeiten am Ende mit 7:4 Stimmen grünes Licht erteilte.

Laut Bürgermeisterin Eva John ist die Sicht eines Erstklässlers maßgebend beim schulkindgerechten Ausbau. Folgende Maßnahmen sind jetzt für die Umsetzung nächstes Jahr angemeldet:

  • Vom Parkplatz der St. Ulrichskirche wird westlich der Parkplatzzufahrt eine sichere Straßenquerung mit einem Zebrastreifen eingerichtet.
  • Der Gehweg an der Prinz-Karl-Straße wird Richtung Maximilian-von-Dziembowski-Straße verlängert, erhält an der Einmündung in Letztgenannte eine sichere Querungsmöglichkeit hinüber zu dem Gehweg, über den die Kinder dann durch den Hanau Park zur Schule gelangen. Die Fahrbahnbreite verringert sich dadurch auf fünf Meter.
  • Der Gehweg entlang des Parks an der M.-v.-Dziembowski-Straße muss ein Stück in das Parkgelände gerutscht werden, damit die Einrichtung einer etwa 40 Meter langen Parkbucht für die eigentliche Hol- und Bringzone möglich wird. Ob dabei alle Bäume erhalten bleiben können ist nicht sicher, soll aber versucht werden.
  • Die derzeit einmal pro Tag tatsächlich von einem Bus genutzte Haltestelle von Söcking kommend vor der Einmündung in die Prinz-Karl-Straße soll dort vorerst bleiben, denn ein Umzug weiter Richtung Starnberg ans Ende der Hol- und Bringzonen-Parkbucht ist Zukunftsmusik, aber immerhin schon einmal der Favorit des Ausschusses. Laut John hat die Stadt das Zugeständnis der Polizei, dass im gesamten Bereich Tempo 30 angeordnet werden kann. „Das werden wir für Montag bis Freitag tagsüber auch nutzen“, so die Bürgermeisterin. Sie klagte, das Landratsamt habe die Schilder für die Tempobegrenzung ebenfalls abgeräumt, als es das von der Stadt nach der Eröffnung der Westumfahrung wieder Richtung Perchting hinaus versetzte Ortsschild von Söcking entgegen dem Wunsch von Rathaus und Stadtrat zurück zum Pförtnerhaus gerückt, dort ebenfalls statt dem von der Stadt gewünschten Tempo 50 wieder Tempo 70 erlaubt habe. Für John eine unverständliche Maßnahme. Für Angelika Kammerl (DPF) dagegen richtig, weil die Vorschrift so sei und sich die Abstufung der Söckinger Straße wegen eines Versäumnisses in der Rathausverwaltung noch etwas hinziehen werde. Iris Ziebart (FDP) fragte Kammerl daraufhin aufgebracht: „Wessen Interessen vertreten Sie eigentlich, Frau Kammerl?“
  • Letzter Baustein des Konzeptes ist die Umwandlung der an der Schule vorbei führenden Maria-Kempter-Straße in eine Einbahnstraße in Ost-West-Richtung. Das ist Wunsch der Schule, Eltern und Anlieger, weil derzeit vor allem morgens „ein ziemliches Chaos“ durch Autos und Schulbusse herrsche. John will die Anlieger beteiligen.

Im Frühsommer 2019 könnte das alles starten, wenn es bis dahin einen genehmigten Haushalt gebe, mahnte die Bürgermeisterin angesichts der bisher schleppenden Beschlussfassung durch den Haupt- und Finanzausschuss. Gegen die ersten vier Maßnahmen stimmte nur Kammerl. Was die Einbahnstraßenregelung anging gab es vier Gegenstimmen, vermutlich, weil die vier Stadträte, darunter Gerd Weger (CSU), vergeblich vor jeglicher Umsetzung eine Anliegerversammlung und danach eine weitere Runde durch den Bauausschuss gefordert hatten, obwohl John die Anliegerbeteiligung schon längst selbst angekündigt hatte. Um ihnen entgegen zu kommen, heißt es im Beschluss: „Die Einbahnstraßenregelung soll vor der Umsetzung in einer Anliegerinformation erläutert werden. Dem Mobilitäts-Ausschuss ist über das Ergebnis zu berichten.“

Vetreter des Elternbeirats hatten der Beratung von der Zuhörerbank aus beigewohnt. In ihrem Namen dankte Vorsitzender Marcus Fohrmann den Stadträten für ihr Votum zum Wohle und zur Sicherheit der Kinder.