Nachdem einige Stadträte laut darüber nachgedacht hatten, ob es sinnvoll ist, dass die Stadt Starnberg viel Geld in die Sanierung ihres Gymnasiums steckt während andere Gemeinden im Landkreis diese Lasten eher auf den Kreis übertragen wollen, warteten besonders Schulleitung, Lehrer und Schüler sowie der Elternbeirat auf die Entscheidung, ob der Stadtrat für 2019 ausreichend Geld in den städtischen Hauhalt einstellt, damit die seit vielen Jahren schon laufende Sanierung im Gebäude auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden kann (siehe Fragezeichen hinter Kosten für Gymnasium). Die Beratungsschleifen durch Bauausschuss und Stadtrat sind nun gedreht und am Ende stand ein einstimmiges Ja für weitere Sanierungsarbeiten. Mit dabei ist die Sanierung der WCs im Bauteil 1, die Sanierung der Heizung, der Umbau eines Klassenraums in einen Fachraum, die Wandanstriche für das Farbleitsystem innerhalb der Schule und die Sanierung des Physikraums. Auf 2020 verschoben wurde die Fortsetzung der energetischen Sanierung der Außenfassade (Kostenrahmen 900000 Euro).

Das Programm 2019, das nun grünes Licht erhalten hat, wird die Stadt rund 540000 Euro kosten, wofür sie aber Zuschüsse erhält. Thomas Beigel (CSU) äußerte nochmals Sorge, dass alle Maßnahmen im kommenden Jahr tatsächlich realisiert werden können. Bürgermeisterin Eva John hielt ihm entgegen, auch die für 2018 beschlossenen Arbeiten seien bis zum Jahresende erledigt.

Iris Ziebart (FDP) hatte in der vorangegangenen Sitzung des Bauausschusses positiv vermerkt, dass die Arbeiten innerhalb des Schulgebäudes abgeschlossen werden können, wenn man sich auf diese Handhabung verständige, die in ihren Augen „eine gute Lösung“ sei. Christiane Falk (SPD) machte nochmals den „Haushaltsvorbehalt“ geltend. Das bedeutet, dass die Arbeiten nur durchgeführt werden, wenn ein genehmigter Haushalt für 2019 vorliegt. Ludwig Jägerhuber (CSU) der sich mit seinen laut ausgesprochenen Gedanken wie berichtet den Zorn des Elternbeirats zugezogen hatte, stellte noch einmal klar: „Ich wollte nur eine Diskussion anstoßen und darauf aufmerksam machen, was alles Auswirkungen auf die Kreisumlage hat.“ Die tragen bekanntlich alle dem Landkreis angehörenden Gemeinden gemeinsam. Für Patrick Janik (UWG) war die „Empörung der Eltern nachzuvollziehen. Der Bauausschuss hatte dem Stadtrat den nun gefassten Beschluss ebenfalls einstimmig empfohlen.