Angelika Kammerl (DPF) wollte wieder einmal gar nicht über Tagesordnungspunkte des Bauausschusses reden. „Die Punkte Mehrzweckhalle Wangen und Turnhalle Percha müssen zurückgestellt werden“, verlangte sie zu Beginn der Sitzung. Der Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses stehe gegen die Behandlung, weil dort festgelegt worden sei, dass zunächst die Rathausverwaltung den Entwurf für den Haushalt 2019 so überarbeiten muss, dass von dem bis dato 13,5 Millionen Euro-Defizit nur noch höchstens eine Million Euro übrig bleibt. „Es ist nicht sinnvoll, dem vorzugreifen“, sagte die DPF-Stadträtin. Antwort von Bürgermeisterin Eva John: „Sie sollten trotzdem an dem Sachverhalt interessiert sein. Danach können Sie damit machen was Sie wollen. Sie können auch bei jedem Punkt Ihren Vertagungsantrag stellen.“ Die Sportböden in den beiden Hallen sowie die Prallwände in Wangen wurden am Ende in den Haushaltsentwurf für 2019 übernommen, dürfen jedoch erst ausgeschrieben werden, wenn der Haushalt vom Landratsamt genehmigt ist. Diesen Kompromiss hatte Iris Ziebart (FDP) vorgeschlagen.

Bei den aus den 70er Jahren stammenden Sporthallen seien die nun 40 Jahre alten Böden dringend zu erneuern, hatte John erläutert. Um ein möglichst wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen, sollten beide Maßnahmen zusammen ausgeschrieben werden. Für die Halle in Percha gebe es im diesjährigen Haushalt noch 80000 Euro, die übertragen werden könnten, für Wangen müssten für die dort vorgesehenen zwei Sanierungen 130000 Euro neu eingeplant werden. Hier stellte Kammerl erneut ihren Vertagungsantrag. Ziebart bat die Ausschuss-Kollegen, sich dennoch mit dem Thema zu befassen, darüber abzustimmen und die Maßnahmen dann unter Haushaltsvorbehalt zu stellen. Sie selbst halte die Sanierungen für erforderlich, betonte sie. Wenn man so vorgehe, dann könnten die Dinge umgesetzt werden, wenn Geld da ist. „Wir wollen doch nicht als Arbeitsbeschaffungsgremium in die Geschichte eingehen, weil wir mit jeder Angelegenheit immer wieder in eine neue Runde gehen.“ Ziebarts Vorschlag und den beiden Maßnahmen wurde danach mit dem entsprechenden Vorbehalt einstimmig grünes Licht erteilt.