In der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zum Thema Haushaltsplan für 2019 kam es erneut zu einer Kürzung der Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit des Rathauses, soweit es dessen Hauptamt betrifft. Auf Antrag von Martina Neubauer (Grüne) sprachen sich CSU, UWG, Grüne, SPD, DPF und BLS dafür aus, das von Bürgermeisterin Eva John mit 53000 Euro genannte Budget für diese Aufgaben auf nur noch 10000 Euro zusammenzustreichen. Neubauer regte sich vor allem darüber auf, das die Verwaltung trotz der schon in 2018 vom Stadtrat verfügten Beschränkung auf 10000 Euro deutlich überzogen habe. Laut John war der Beschluss jedoch erst zu einem Zeitpunkt gefasst worden, zu dem bereits Aufträge vergeben waren, zum Beispiel für die Erstellung der neuen Homepage und für die Zertifizierung als Fair-Trade-Stadt. Sie kündigte noch Vorlagen für die Stadträte an, über diese über- und außerplanmäßigen Ausgaben zu entscheiden. Ursprünglich hatten die Räte bei den Haushaltsberatungen für 2018 einen Betrag von 126200 Euro genehmigt gehabt. Dann ärgerte sich vor allem Angelika Kammerl (DPF) über die vom Rathaus für alle Bürger herausgegebene Broschüre „Dahoam“ und deren Kosten mit nicht ganz 3 Euro pro Heft, was in den letztjährigen Kürzungsantrag mündete.

„Wir können die Ausgaben erklären und haben den Posten ohnehin schon um die Hälfte reduziert“, erläuterte die Bürgermeisterin. Was  Neubauer wolle, sei „willkürlich und nicht sachgerecht“. Auch Markus Mooser (WPS) verlangte vergeblich eine Begründung für die Kürzung der Mittel.

Neubauers Antrag erhielt mit 8:4 Stimmen die Unterstützung der oben genannten Mehrheitsfraktionen. Bei den Anwalts-, Gerichts- und Notarkosten wollten sie nicht kürzen. Die erschienen ihnen mit dem Ansatz von 110000 Euro (2018 waren 157000 Euro ausgegeben worden) eher zu gering. (Siehe auch Kein Geld für Öffentlichkeitsarbeit und Kein Stadtmagazin mehr )