Im Jahr 2016 hatten die Hanfelder in einer Bürgerversammlung alle von der Stadt vorgeschlagenen Veränderungen – Verschönerungen und Verbesserungen –  an der St.-Michael-Straße  abgelehnt, wenn diese nach Abschluss der Kanalarbeiten von der Stadt Starnberg wieder hergerichtet werden muss. Der Stadtrat erklärte damit damals sein Einverständnis. Für die Regenwasserentwässerung der Straße ist der Abwasserverband zuständig. Der hat nun festgestellt, dass dieses Oberflächenwasser bisher, also seit vielen Jahren, in ein Privatgrundstück am südlichen Ende der Straße läuft, was nicht mehr zulässig ist. Das hat der Verband der Stadt mitgeteilt und gleichzeitig darauf hingewiesen, dass der bisherige Zustand keine geregelte Straßenentwässerung darstellt, und der Verband aus diesem Grund auch keine Haftung für Schäden übernimmt.

Ordnungsgemäß könnte die Entwässerung hergestellt werden, wenn auf dem Grundstück ein Straßensinkkasten gebaut würde, zu dem hin das Regenwasser mittels einer kleinen Kante zwischen Fahrbahn und Gehweg beziehungsweise  Grundstückseinfassung geleitet würde. Die Kosten für die Herstellung der Kante sind auf 11185 Euro brutto geschätzt worden. Für die Anlieger entstehen keine Zusatzkosten, weil von der Stadt für die St.-Michael-Straße keine Straßenausbaubeiträge erhoben werden. Nach Auskuft von Bürgermeisterin Eva John müsste die kleine Kante auf einer Länge von 115 Meter eingebaut werden, und sie sei so niedrig, dass es in einem Auto, das die Kante überfährt, gar nicht spürbar sei.

Ludwig Jähgerhuber (CSU) erinnerte sich an die Forderung der Hanfelder, beim Herrichten der Straße keine teuren Granitsteine zu verbauen, sondern nur Betonmaterial. Seiner Ansicht nach geht Beton aber sehr schnell wieder kaputt, weshalb Jägerhuber bat, eine „nachhaltige“ Aufkantung durchzuführen. John versprach, das an den Planer weiterzugeben. Das rief Patrick Janik (UWG) auf den Plan. Er forderte ein „beschlusskonformes nachhaltiges Material“ zu verwenden. Franz Heidinger (BLS) mahnte, es dürfe vor dem Grundstück keine Stolperschwelle entstehen. „Das würde mich stören.“ Der Bauausschuss nahm die Notwendigkeit der Planänderung zur Kenntnis.