Die Fraktion der Grünen hatte bei Bürgermeisterin Eva John beantragt, dem Stadtrat folgenden Wunsch vorzulegen: Am Ehrenmal für die in den Weltkriegen gefallenen Soldaten am Waldfriedhof solle eine Tafel angebracht werden, auf der auch die Menschen in das Gedenken einbezogen werden, die ihr Leben wegen ihrer Überzeugung als Pazifisten, Kriegsdienstverweigerer, Deserteure oder weil sie auf andere Weise Widerstand gegen das sinnlose Töten in den Kriegen geleistet haben, verloren haben. Die Fraktion weist in ihrem Antrag auf das Massengrab auf dem Friedhof an der Hanfelder Straße hin, wo von einen Freikorps 1919 in Starnberg ermordete Frauen und Männer beigesetzt seien. Beim jährlichen Gedenken an die Kriegsopfer beziehe der Stadtrat diese Opfer auch bisher schon ein.

In seiner Stellungnahme hat das Rathaus darauf hingewiesen, dass es auf Stadtgebiet auch noch andere als das von den Grünen genannte Kriegerdenkmal gibt, und man vorschlage diese in die Überlegungen mit einzubeziehen. Die Stadt empfehle eine einheitliche Formulierung und Gestaltung auf solchen Tafeln, sollte der Kulturausschuss sich dafür aussprechen.

Franz Sengl (Grüne) fand den Vorschlag der Verwaltung „sehr gut“. Tim Weidner (SPD) freute sich über den Antrag der Grünen. Es sei richtig, „solche Menschen entsprechend zu würdigen“.

Im einstimmig gefassten Beschluss heißt es nun, der Antrag sei geschäftsordnungsgemäß behandelt worden. Die Verwaltung erhalte den Auftrag, zusammen mit den örtlichen Vereinen eine Gedenktafel zu entwerfen, die eine einheitliche Formulierung und Gestaltung erhält.