In der letzten Stadtratssitzung des vergangenen Jahres hatte FDP-Stadträtin Iris Ziebart die Vertreter des Staatlichen Bauamtes Weilheim nach den Kosten (Steuermitteln) gefragt, die das von Bund und Freistaat durchgeführte Projekt B2-Tunnel insgesamt mit sich bringen wird, und welche Beträge davon auf die Stadt Starnberg entfallen. Der Antrag der Fraktion ist über das Rathaus an die Weilheimer Behörde geleitet worden, die zwar geantwortet hat,  jedoch keine Beträge genannt hat. Ziebart und ihrem Fraktionskollegen Anton Wiesböck war es darum gegangen, zu erfahren, auf welche finanzielle Belastung sich die Stadt Starnberg in den kommenden Jahren einstellen muss. Das ist nach den erhaltenen Antworten, die Ziebart dem Blog zur Berichterstattung zur Verfügung gestellt hat, weiter offen.

Ziebart hatte nach der von Feuerwehr und Stadtrat gewünschten Brandlöschanlage und den Feuerwehraufzügen in allen Notzugängen zum Tunnel gefragt, und wollte auch Auskunft über Kosten von Unterhalt, Betrieb und Wartung. Das Staatliche Bauamt hat darauf hingewiesen, dass der Bund noch prüfen muss, ob er diese nicht übliche Sonderausstattung befürworten und dementsprechend auch finanzieren wird. Die Stadt habe im Falle einer negativen Entscheidung aber die Möglichkeit „alternative Kostenträger zu suchen“.

Was die für Einsätze der Feuerwehr bei Brandereignissen im Tunnel nötige Spezialausstattung, das Mehr an Personal und dessen spezielle Schulung angehe, sei das zu allererst Sache der Stadt Starnberg. Die Weilheimer Behörde weist darauf hin, dass es an den bayerischen Feuerwehrschulen keine spezielle Tunnelbrandausbildung gibt. Müssten die aktiven Feuerwehrkräfte also zur Ausbildung in die Schweiz, erfolge die Kostentragung durch die Stadt Starnberg. Zu prüfen sei aber, ob es für die Ausrüstung Zuschüsse vom Freistaat gebe.

Nach dem Aufwand für die Abluftanlage im Schlossberg und die Dückeranlagen gefragt, versichert Weilheim, diese Kosten trage der Bund. „Weitere absehbare Maßnahmen, welche im Zuge des Baus und auch des Betriebs des B2-Tunnels durch die Stadt Starnberg getragen werden müssten, sind nicht bekannt“,  heißt es in dem Schreiben aus Weilheim. Ziebart hatte auch noch nach eventuell fehlenden Radwegen gefragt, die inzwischen von der STAgenda moniert worden sind. Der Bund trägt aber laut Staatlichem Bauamt Weilheim nur die Kosten für Radwege, die bereits Bestandteil der Planfeststellung für das Tunnelprojekt sind.