Schon 2012 hatte der Stadtrat eine „Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes Innenstadt“ erlassen. Damals hatte man vorrangig das Projekt „Seeanbindung“ im Blick, dessen Umsetzung derzeit aber mit ganz vielen Fragezeichen versehen ist. Klarheit wird wohl erst das Ergebnis der Mediation bringen, die seit mehr als einem Jahr bei der IHK zwischen Stadt Starnberg und Deutscher Bahn AG durchgesführt wird. Diese erste Satzung und der zu Grunde liegende Umgriff ist mit dem Amtsblatt vom 6. März 2019 erweitert worden. Den entsprechenden Beschluss über die Erweiterung hatten Bauausschuss und Stadtrat im Oktober 2018 gefasst, und zwar einstimmig. Zusätzlich aufgenommen worden sind die Bereiche zwischen Vogelanger und Schlossweg, zwischen Rheinland- und Münchner Straße, das Umfeld des Museums und das Seeufer zwischen Georgenbach und neuem Seebad. „Sanierungsgebiet“ heißt es deshalb, weil laut Satzung innerhalb von 15 Jahren städtebauliche Missstände beseitigt werden sollen. Mit den neu aufgenommenen Bereichen wurden auch noch Sanierungsziele ergänzt: Es geht nun zusätzlich um die Entwicklung von verkehrssicheren, barrierefreien Fuß- und Radwegeverbindungen zwischen dem Stadtkern und wichtigen Zielen wie Bahnhöfen, öffentlichen Einrichtungen und dem See, um die Vernetzung und Aufwertung des öffentlichen Raumes im innenstadtnahen Bereich sowie um die Schaffung eines durchgängigen und barrierefreien Uferweges für Fußgänger und Radfahrer. Eine erste Bürgerbeteiligung hatte wie berichtet dazu im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Rathauses stattgefunden. Dabei konnten die anwesenden Starnberger ihre Vorschläge einbringen. Der Stadtrat hatte zuvor auch das Intergrierte Stadtentwicklungskonzept „ISEK“ verabschiedet. Nicht zuletzt dem ist es zu verdanken, dass für tatsächlich durchgeführte Maßnahmen vom Freistaat Zuschüsse bezahlt werden können. Auch die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Umfeld des Bahnhofs Nord“ wurde jetzt im Amtsblatt veröffentlicht. (Siehe auch Sanierungsgebiete erweitern)