Ursprünglich hatte UWG-Stadtrat Otto Gaßner den Anstoß gegeben. Er ließ kein gutes Haar an der Ortsmitte von Söcking und forderte die Stadtverwaltung auf, sich Gedanken über Verbesserungen zu machen. Im Hinblick darauf, dass die Westumfahrung seit geraumer Zeit dafür sorgt, dass die bisherige Staatstraße zwischen Söcking und Starnberg weniger frequentiert ist und in Zukunft, wenn diese Straße zur Ortsstraße herabgestuft ist, noch weniger Autos dort fahren sollen, hatte das Rathaus im Oktober 2018 vorgeschlagen, den Einleitungsbeschluss für eine förmliche Festlegung eines Sanierungsgebietes für den Ortsteil Söcking zu fassen. Der gäbe der Stadt das Werkzeug an die Hand, gravierende Verbesserungen an der Aufenthaltsqualität dortiger öffentlicher Plätze vorzunehmen, etwas für den Einzelhandel zu tun, aber auch bessere und vor allem vernetzte Wege für Fußgänger und Radfahrer anbieten zu können, natürlich barrierefrei.

Nach einer heftigen Diskussion im Bauausschuss, in deren Verlauf Gaßner sich vehement gegen das Verfahren aussprach, sich am Ende aber nicht durchsetzen konnte, entschied man, dem Stadtrat die Einleitung zu empfehlen, die vorbereitenden Untersuchungen ortsüblich bekannt zu machen und ein Fachbüro mit den Arbeiten zu beauftragen. Über die Aufnahme von Projekten in das Städtebauförderprogramm des Freistaates sollte verhandelt werden. Allerdings hatte die Regierung von Oberbayern bereits Unterstüzung signalisiert, auch schon für die Planung eines Konzeptes. Der Stadtrat diskutierte nicht mehr. Eine große Mehrheit sprach sich für die Durchführung der Untersuchung aus (21:4). Zunächst wird als Grundlage für Ausschreibungen eine Leistungsbild erarbeitet. Über die Vergabe entscheidet der Bauausschuss.