Den zweiten Bericht über den Zustand der Bäume entlang des im März 2016 angelegten Rückeweges in dem Wäldchen hinter der Wohnbebauung Am Hochwald (siehe Weg am Hochwald bleibt) erhielten die Stadträte des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität in der jüngsten Sitzung. Fazit der Gutachter laut Grünplanungsamt des Rathauses: „Aus fachlicher Sicht kann laut Gutachten ausgeschlossen werden, dass die derzeit erkennbaren Schadsymptome an den Bäumen durch die Wegebaumaßnahme im März 2016 ausgelöst wurden. Vielmehr ist die Vitalität dieser Bäume bereits seit einigen Jahren rückläufig.“ Begutachtet worden waren von dem Gautinger Fachbüro 48 Bäume im Umgriff des parallel zum Hang gebauten Weges und zusätzlich 16 weitere Bestandsbäume entlang der Verbindung zwischen Egerer Straße und Am Hochwald. Das gleiche Büro hatte den Zustand der Bäume im Herbst nach dem Wegebau begutachtet. Es hätten sich nur geringfügige Änderungen bei einzelnen Bäumen gezeigt, so das Grünplanungsamt. In der Gesamtschau ließen sich visuell keine Veränderungen in der Vitalität erkennen. Schon 2016 seien 55 Prozent der Bäume als in ihrer Vitalität herabgesetzt beziehungsweise nachlassend eingestuft gewesen, heißt es von dort. Die nächste Nachuntersuchung wird gemäß des Stadtratsbeschlusses aus dem Juni 2017 im Herbst dieses Jahres durchgeführt. Die Kosten betragen laut Bürgermeisterin Eva John 1000 Euro. Von den Baumkontrolleuren der Stadt, die die Verkehrssicherungspflicht in dem ihr gehördenden Wäldchen trägt, sind nach ihren Angaben außerhalb des wegbegleitenden Bereiches acht Buchen wegen Bruchgefahr schon gefällt worden. Sie sollten wie im Ausschuss-Beschluss gewünscht im Wald liegen bleiben, waren aber bereits nach kürzester Zeit bis auf die nur schwer zu transportierenden Teile verschwunden. „Da hat man sich im Gemeindewald bedient“, mutmaßte die Bürgermeisterin. Sie informierte den Ausschuss darüber, das noch 13 weitere geschädigte Bäume im gesamten Wald fallen müssten, zwölf Buchen und eine Fichte. In Wegnähe gehe es nur um eine Fichte.

Stefan Frey (CSU) klagte: „Ich bin immer noch unzufrieden mit dem Eingriff. Aus meiner Sicht hat der Wald erheblichen Schaden genommen und der Weg tut weiterhin nichts Gutes. Das hätte es wirklich nicht gebraucht“, erinnerte er an heftige damalige Proteste von Anliegern gegen den Wegebau. Ob die vom Ausschuss 2017 beschlossenen Pflegemaßnahmen, wie das Bewässern der Bäume entlang des Weges und das Aufbringen einer Mulchschicht im Wurzelbereich denn durchgeführt worden sei, wollte Frey noch wissen. Das verneinte John und erläuterte, dass der Betriebshof nicht ausreichend große Flüssigkeitsbehälter vorhalte und es nicht praktikabel sei, Laub von anderswo in diesen Wald zu transportieren. Durch solche Maßnahmen seien eher Schäden an den Bäumen zu befürchten. Nach Johns Ansicht hilft sich die Natur ein Stück weit auch selbst, weshalb in dem Wäldchen von der Stadt nur Gefahrenbäume herausgenommen werden. Was dafür gefällt werde, sei weit weg von dem Weg. Anton Wiesböck (FDP) setzte sich für Insekten- und Bodenschutz ein und bot an, entsprechend aufbereitetes Mulchmaterial am folgenden Wochenende im Wurzelbereich aufzubringen. Dem Vernehmen nach soll das tatsächlich durchgeführt worden sein, unter Mithilfe von John und BMS-Stadtrat Josef Pfister. Klaus Rieskamp (DPF) empfahl, endlich einen Schlussstrich unter die Weg-Debatte zu ziehen: „Wenn wir jedem Weg diese Aufmerksamkeit widmen, wären wir überfordert.“ Auch Franz Heidinger (BLS) meinte: „Irgendwann muss es mal gut sein. Der Weg wird von den Bürgern doch gut angenommen.“ Frey bestand jedoch darauf, seinen Antrag, eine Laubschicht aufzubringen und in Trockenperioden die Bäume zu wässern, zu erneuern.

Der Ausschuss unterstützte dies mit 12:1 Stimme, und sprach sich mit 10:3 Stimmen dafür aus, die Begutachtung der Bäume entlang des Weges noch weiter zu führen.