Unmittelbar nach Eröffnung der Westumfahrung im Dezember letzten Jahres hatte CSU-Stadtrat Stefan Frey den Antrag gestellt, auf der neuen Umfahrung, der Weilheimer-, Haupt- und Münchner- sowie Hanfelder- und Söckinger Straße Verkehrszählungen durchzuführen. Er wollte damit die Zahlen aus dem Planfeststellungsverfahren für die Westumfahrung überprüft, aber auch Grundlagen für eventuell weitere verkehrslenkende Maßnahmen ermittelt wissen. Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität des Stadtrates beschloss jetzt einstimmig, im ersten Schritt Angebote einzuholen.

Zwar hat die Stadt an allen genannten Straßen die sogenannten „Smileys“ stehen, die neben der Geschwindigkeitsmessung auch die Zahl der vorbeifahrenden Fahrzeuge zählt, nicht jedoch unterscheidet, ob gerade ein Lkw oder Pkw vorbei gefahren ist. Frey geht es aber besonders um Aussagen zur Entwicklung des Lkw-Verkehrs, weshalb er auf Verkehrszählungen bestand. Klaus Huber (WPS) wollte noch weiter gehen und eine Verkehrserhebung beauftragen, bei der die Fahrer nach Herkunft und Ziel ihrer Fahrt befragt werden, erhielt aber keine Unterstützung dafür. Das Staatliche Bauamt Weilheim wird seine nächste Verkehrsmessung laut Bürgermeisterin Eva John voraussichtlich erst 2020 durchführen. So lange wollte Frey nicht warten. Huber plädierte dafür, frühestens in einem halben Jahr Messungen durch die Stadt in Auftrag zu geben, denn erst dann könne damit gerechnet werden, dass Landkarten und Navigationsgeräte die neue Westumfahrung berücksichtigt hätten. Voraussichtlich wird ohnehin nicht vorher gemessen, da der Auftrag erst ausgeschrieben und dann vergeben werden muss.