Bürgermeisterin Eva John hat am 7. Mai 2019 das von der Stadt mitfinanzierte und vom Freistaat Bayern geförderte BayernWLAN am Starnberger Kirchplatz offiziell freigegeben. Dort befindet sich ab sofort der Hotspot „Kirchplatz“ an der Adresse Wittelsbacherstraße 9. Insgesamt soll es in wenigen Wochen neun solche Hotspots in der Innenstadt geben. Bereits online sind jetzt Wittelsbacherstraße 1 (Schuh Linse), Seepromenade 2 (MRSV), Maximilianstraße 6 (Buchhandlung Rupprecht) und Strandbadstraße 17 (Seebad). In wenigen Wochen sollen Hotspots am Tutzinger-Hof-Platz 8 (VR-Bank), Seepromenade 4 (Strandcafe), Seepromenade 1 (Undosa)  und Seepromenade 1a (Seebar) hinzukommen. Der Ausbau läuft bereits. Beim MRSV und am Strandcafe beträgt die Download-Geschwindigkeit bis zu 100 Mbit/s, alle anderen Strandorte bieten bis zu 500 Mbit/s. Am Bahnhof See und im Museum Starnberger See sind weitere Hotspots in Planung.

Seit dem ersten Antrag, so etwas zu realisieren, der Ende 2015 von WPS-Stadtrat Markus Mooser gestellt worden war, ist eine Menge Zeit vergangen. Zunächst habe die Verwaltung Wege untersucht ein eigenes städtisches Netz aufzubauen, berichtete die Bürgermeisterin. Das wäre jedoch sehr teuer geworden. Im Mai 2017 stieg man laut John auf eine Beteiligung am BayernWLAN um. Der Freistaat Bayern bezuschusst zehn BayernWLAN-Standorte (zwei kommunale und acht touristische Standorte). Der einzelne Standort wurde mit bis zu 2.500 Euro gefördert, die Bezuschussung erfolgte standortübergreifend. Insgesamt wurde das BayernWLAN-Projekt in Starnberg mit 25.000 Euro brutto vom Freistaat gefördert.

Dadurch waren die Erstinstallationskosten weitgehend gedeckt (Ortsbegehungen, Ausleuchtungen, Verkabelungen, Hardware und Installationen) – die Stadt hat bis dato lediglich runf 5.000 Euro zu tragen. Dadurch konnte sie sich mehrere 10.000 Euro an Ersteinrichtungskosten sparen. Laufende Kosten für Internetanschlüsse (VDSL: 53,49 Euro/Monat bzw. Kabel: 66,84 Euro/Monat) und Strompauschalen an die Gebäudeeigentümer muss die Stadt tragen. Bürgermeisterin Eva John freut sich, dass die angesprochenen Hauseigentümer der Nutzung ihrer Flächen zugestimmt haben. „Mit öffentlichem WLAN wollen wir den Bürgern und Besuchern einen zeitgemäßen Service bieten, damit sie drahtlos und kostenfrei am digitalen Leben teilhaben können“, sagte sie.

Die Standorte sollen noch mittels Aufklebern zusätzlich kenntlich gemacht werden, erläuterten Sarah Buckel und Christine Pelz vom Sachgebiet Standortförderung im Rathaus. Die Leiterin des STAgenda-Arbeitskreises Verkehr, Irmgard Franken, wurde, weil zufällig anwesend, als eine der ersten am Kirchplatz überredet, den Hotspot auszuprobieren. Ohne Probleme war sie sofort im Internet.

„Der Nutzer muss auf der Landing Page lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptieren, wird dann auf die Homepage der Stadt Starnberg weitergeleitet und kann anschließend kostenfrei und rund um die Uhr surfen“, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus.