Eine Mitteilung aus dem Starnberger Rathaus:

„Im Rahmen der internationalen Kampagne von TransFair „Fairtrade-Towns“ fördert auch die Stadt Starnberg den fairen Handel auf lokaler Ebene. Die Bewerbung der Stadt Starnberg um den Titel „Fairtrade-Stadt Starnberg“ war erfolgreich, sie wurde von TransFair erfolgreich bestätigt. Voraussichtlich im Sommer dieses Jahres wird die offizielle Auszeichnungsfeier mit Übergabe des Zertifikats durch TransFair e.V. in Starnberg stattfinden.

Damit gehört Starnberg zur internationalen Familie der Fairtrade Towns mit über 2.000 Fairtrade-Städten in 36 Ländern. In Deutschland tragen inzwischen über 580 Kommunen den Titel. In allen Fairtrade-Städten haben sich Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft vernetzt und fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene.

Im Mai 2017 bekannte sich der Starnberger Stadtrat mit einem offiziellen Ratsbeschluss dafür, fairen Handel zu unterstützen. Die Steuerungsgruppe aus Ehrenamtlichen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung nahm ihre Arbeit Anfang 2018 erstmalig auf und erarbeitete einen Projektplan. „Ich begrüße es sehr, dass wir eine aktive Gruppe aus der Starnberger Bürgerschaft gefunden haben, die sich für fairen Handel einsetzt und Synergien und Kräfte bündelt. Ich danke den Mitgliedern der Steuerungsgruppe und den zahlreichen Partnern, die sich für den fairen Handel in Starnberg stark machen und uns die erfolgreiche Zertifizierung ermöglicht haben“, so Erste Bürgermeisterin Eva John. Neben dem Starnberger Gymnasium konnten die Kirchengemeinden, die STAgenda 21, der Weltladen Starnberg sowie Gastonomen, Einzelhändler und Vereine als Partner gewonnen werden.

Im Büro der Ersten Bürgermeisterin werden seither fair gehandelter Kaffee und Zucker ausgeschenkt. Auch die Gastronomiebetriebe und Einzelhandelsgeschäfte wurden für das Thema sensibilisiert. Viele seien damit ohnehin schon vertraut gewesen. In diversen Starnberger Geschäften und Gastronomiebetrieben werden mittlerweile mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten.

Ein weiteres Kriterium, das die Starnberger auf ihrem Weg zur Fairtrade-Stadt erfüllen mussten: In mindestens einer Schule, einem Verein und einer Kirchengemeinde muss ein Produkt aus fairem Handel verwendet oder es müssen Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt werden. „An Aktionen und Ideen hat es bei uns in Starnberg nicht gefehlt“, freut sich Erste Bürgermeisterin Eva John. So erhält das Starnberger Gymnasium ebenfalls noch in diesem Jahr den Titel „Fairtrade-Schule“. Im letzten Jahr hatte das Gymnasium ein faires Fußballturnier organisiert. Die Stadt hatte dem Gymnasium daraufhin faire Fußbälle für den Sportunterricht gesponsert. Aber auch die Kirchengemeinden und einige Starnberger Vereine engagieren sich bereits.

Und jetzt, mit dem offiziellen Titel im Rücken, will die Stadt weiter dran bleiben, schließlich wird alle zwei Jahre neu zertifiziert. „Es geht nicht nur um Kaffee oder Tee. Die Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle“, so Erste Bürgermeisterin Eva John. Mit der Zertifizierung soll es in Starnberg mit Fairtrade schließlich nicht vorbei sein, sondern erst so richtig losgehen. Nach der offiziellen Auszeichnungsfeier darf die Stadt das Fairtrade-Logo offiziell nutzen, das auch die Mitstreiter für ihre Veröffentlichungen und Aktionen erhalten werden. Die aktuelle Liste der Fairtrader in Starnberg wird auf der städtischen Homepage veröffentlicht. Wenn Sie bei der Steuerungsgruppe mitmachen möchten und sich als Gastromom, Einzelhändler oder Verein beteiligen wollen, können Sie gerne eine E-Mail schreiben an die Pressestelle der Stadt Starnberg.“