Autos mit einem „E“-Kennzeichen dürfen nun doch nicht kostenlos parken in Starnberg. Der Gesamtstadtrat hat die Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses gekippt (siehe E-Autos parken kostenlos). Der hatte den Vorstoß zur Förderung der Elektromobilität mit 8:3 Stimmen befürwortet.

Michael Mignoli (BLS) erklärte, seine Fraktion sei dagegen, dass Elektroautos die von der Stadt bewirtschafteten Parkplätze im Rahmen der Höchstparkdauer kostenlos nutzen dürfen. Denn damit setze man ein falsches Zeichen. Diese Regelung führe nicht zum vermehrten Kauf solcher Fahrzeuge und benachteilige die Bürger, die sich diese teuren Gefährte nicht leisten könnten. Angelika Kammerl (DPF) fand es ausreichend, dass es in der Stadt schon kostenlose Parkplätze gebe, wenn ein E-Auto an einer der Ladestationen Strom tanke. „Damit sind sie schon erheblich privilegiert“, begründete sie die Ablehnung des Vorstoßes aus dem Rathaus.

Anders Tim Weidner (SPD), der darauf hinwies, wie schlecht Stadt und Landkreis im Hinblick auf die Energiewende dastünden – außer bei der Elektromobilität. Die neue Offensive der Autobauer in diese Richtung sollte seiner Ansicht nach von der Stadt unterstützt werden. Das verhelfe dieser obendrein zu besserer Luftqualität. Für Klaus Rieskamp (DPF) sind das jedoch Maßnahmen, die nur noch zusätzlichen Verkehr in die Stadt ziehen. Mit 8:15 Stimmen wurde die Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses, die Parkgebührenordnung entsprechend zu ändern und das kostenlose Parken für E-Autos zu ermöglichen, abgelehnt.