Als „besonderen Erfolg unserer Gruppe“ – gemeint waren WPS, BMS und FDP – hat Bürgermeisterin Eva John, Gast bei der Mitgliederversammlung der Wählergemeinschaft Pro Starnberg (WPS) die Nachricht bezeichnet, die sie aus dem Landratsamt erhalten hat. Dem von der WPS gestellten und vom Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität des Stadtrates unterstützten Antrag, auf den inzwischen zu Ortsstraßen abgestuften bisherigen Staatsstraßen Söckinger- und Hanfelder Straße ein Durchfahrtsverbot für Lkw mit einem Gesamtgewicht von über zwölf Tonnen zu verfügen, hat die Kreisbehörde stattgegeben. Noch in diesem Monat soll es angeordnet werden. Das bedeutet, dass Lkw, die kein Ziel in diesen Straßen haben, künftig über die Westumfahrung und die Hauptstraße durch Starnberg fahren müssen, wenn Sie Richung A 95 wollen. Die Söckinger- und Hanfelder Straße werden so wesentlich entlastet (siehe Maßnahmen schnellstens umsetzen).

WPS-Chef Günther Picker wies darauf hin, dass dies ein Erfolg der Hartnäckigkeit der WPS-Mitglieder Professor Helmut Bomhard und Georg Stahl sei, aber auch die Frucht eines Vorstoßes der WPS bei der Obersten Baubehörde. Die war zunächst nämlich der Ansicht, die Abstufung der Söckinger Straße könne erst erfolgen, wenn der B2-Tunnel in Betrieb genommen worden sei. Die WPS-Vertreter hätten die Verantwortlichen davon überzeugen können, dass schon die Eröffnung der Westumfahrung, die Ende letzten Jahres vorgenommen wurde, ausreichen werde, die Abstufung vorzunehmen. Seit 1. April ist die Söckinger Straße Ortsstraße der Stadt Starnberg und kann somit wie die Hanfelder Straße zeitnah umgestaltet werden. Ziel ist, den Verkehrsraum gerechter für alle Verkehrsteilnehmer, also auch für Radfahrer und Fußgänger aufzuteilen und die bisherige Vormachtstellung des Autoverkehrs zu brechen. „Wir haben für Starnberg einiges erreicht. Das verschweigt die Mehrheit lieber“, stellte Picker fest.