Die Munich International School (MIS) hat viel vor. Vor etwa einem Jahr hatte sie den Stadträten ihren Masterplan 2035 vorgestellt (siehe Neuer Masterplan für MIS). Inzwischen konnten auf dem Weg zur Änderung des Bebauungsplanes einige Fortschritte erzielt werden. Und noch in einem anderen Punkt scheint es Bewegung zu geben. Wie Bürgermeisterin Eva John auf Nachfrage von Gerd Weger (CSU)  berichtete, befänden sich die vom Elternbeirat der MIS stark unterstützten Verhandlungen mit Freistaat und Autobahndirektion Süd in einem relativ erfolgreichen Stadium. Wie berichtet geht es um den Wunsch der Stadt, besonders aber der Bürger des Ortsteils Percha, die unter dem Verkehr von und zur Schule leiden, für diesen Verkehr eine eigene Autobahnauf- und -abfahrt bei Buchhof realisieren zu können. „In zwei bis drei Monaten kann ich mehr berichten“, sagte John.

Inzwischen liegt ein Entwurf für die Bebauungsplanänderung vor, der dem Bauausschuss vorgestellt wurde. Die Nutzung der verschiedenen Flächen wurde festgesetzt und wesentliche Ziele benannt. Da geht es um die Sicherung des Baumbestandes, Wegenetzes, die Anbindung an das Busnetz, Vorgaben für ökologische Ausgleichsmaßnahmen und die Erschließung des Schulareals von Norden und Westen. Geklärt ist inzwischen, dass die Sichtachse zwischen Schloss Buchhof und Starnberger See frei bleiben kann. Die Schule verzichtet auf den geplanten Zaun an der Grundstücksgrenze und will den dort verlaufenden öffentlichen Weg mittels Video-Überwachung sichern.

Wie Nicola Gotthardt-de-Caluwé vom Stadtbauamt sagte, sind schon Gespräche mit der Unteren Natur- und Denkmalschutzbehörde im Landratsamt geführt worden, denn es müssen große Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet Starnberger See herausgenommen werden. Darüber entscheidet der Kreistag. Der Bauausschuss des Stadtrates bekräftigte, dass der gültige Bebauungsplan geändert werden soll, billigte den vorgelegten Entwurf der Schule und gab in Auftrag, die Verwaltung möge die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange durchführen. Alles einstimmig. Dazu werden die Pläne  und der Entwurf öffentlich ausgelegt, was im Amtsblatt angekündigt wird, wenn es soweit ist.

Ebenso einstimmig billigte der Ausschuss, dass die Schulbibliothek für drei Jahre in einer Container-Anlage im südöstlichen Campusbereich zwischen bestehenden Gebäuden errichtet werden darf. Bei Umsetzung des Masterplans wird ihr ein neuer Platz zugewiesen.