Eigentlich standen die Mitglieder des Bauausschusses des Stadtrates den Neubauplänen für ein Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage an der Josef-Jägerhuber-Straße 4 (bisher Netto-Markt) positiv gegenüber. Das gemeindliche Einvernehmen lehnten sie dennoch einstimmig ab, weil sich die Pläne ohne die Änderung des gültigen Bebauungsplanes nicht realisieren lassen. Dies zu beantragen, stellten sie dem Bauwerber anheim.

Das Grundstück ist etwas kompliziert, liegt es doch direkt am Georgenbach. Auch das ist Grund, warum nur eine Tiefgarage mit Duplex-Parkern entstehen kann. Wegen der Enge in der Straße können diese dann auch nur mit Hilfe eines Auto-Aufzugs erreichbar gemacht werden. Eine Rampe lässt sich nicht realisieren. Im Erdgeschoss ist eine Gastronomie geplant, mit einer Terrasse, die über den Bach hinausragt, in den Obergeschossen geht es um Büros und Wohnungen. Weil die bestehende Baugrenze nach Osten um 34 Quadratmeter überschritten würde, muss der Bebauungsplan geändert werden. Nicola Gotthardt-de-Caluwé vom Stadtbauamt sagte: „Wir halten den Neubau städtebaulich für begrüßenswert, aber vorläufig können wir das Einvernehmen nicht erteilen.“ Bei dessen möglicher Änderung sollte am besten gleich das Nachbargebäude einbezogen werden. Stadträte fanden den Gedanken einer Gastronomie-Terrasse über dem Georgenbach „lauschig“.