Auch wenn DPF-Stadträtin Angelika Kammerl der Ansicht ist, die Bänke auf dem Kirchplatz müssten alle eine Rückenlehne erhalten, hatte die Mehrheit des Bauausschusses ganz offensichtlich keine große Lust auf eine erneute Auseinandersetzung mit dem Urheber der letzten Kirchplatzumgestaltung, dem damals verantwortlichen Landschaftsarchitekten Andreas Kicherer. Mit 6:7 Stimmen wurden die Rückenlehnen abgelehnt.

Für Kammerl sind die Bänke ohnehin „ein Anblick der Jammers“. Die ganze „Holzgeschichte sei ein dauerhaftes Ärgernis“. Jede Mühe mit den Bänken bezeichnete sie als“vergebens“ und plädierte stattdessen für Edelstahl-Bänke. „Bloß nicht“, reagierte Patrick Janik (UWG), und schlug Beläge aus Kunststoff vor. Stadtbaumeister Stephan Weinl warnte, Stein sei zum Sitzen gerade im Schatten sehr kalt, Edelstahl werde in der Sonne sehr heiß. Bürgermeisterin Eva John erläuterte noch einmal das Konzept der Bestuhlung des Kirchplatzes. Neben dem Angebot der umliegenden gastronomischen Betriebe gebe es vier Bänke mit Rückenlehne entlang der Kirche und acht weitere ohne Lehnen, auf der die Nutzer selbst entscheiden, in welche Richtung sie beim Ausruhen blicken wollen. Der Bauausschuss hatte 2010 verhindert, dass Natursteinbänke entstanden. Wegen dem mangelhaften Zustand der in Holz ausgeführten Sitzgelegenheiten war 2014 mit der ausführenden Firma ein Vergleich geschlossen worden. Kicherer hatte dafür eine Ersatzkonstruktion aus einem Betonblock mit einfacher Lattung als Holzauflage entwickelt, was seitdem beim Austausch beschädigter Bänke nach und nach umgesetzt werden soll.

Der Ausschuss hat sich mit knapper Mehrheit grundsätzlich für den Ersatz der bisherigen Bänke – Zug um Zug – ausgesprochen, dabei zusätzliche Rückenlehnen aber abgelehnt.