Große Aufregung in den sozialen Medien – in der Rheinlandstraße ist auf dem Stück zwischen der Ferdinand-Maria- und Hanfelder Straße ein Fahrradschutzstreifen angelegt worden. Autofahrer, Anwohner, Postkunden und Feuerwehrangehörige müssen sich umgewöhnen, denn durch die Maßnahme ist es auch nötig geworden, die bisher auf der Nordseite der Straße bestehenden Parkmöglichkeiten auf die Südseite zu verlegen. Während die DPF-Stadträtin Angelika Kammerl in der jüngsten Ratssitzung behauptete, die Stadtverwaltung habe unrechtmäßig gehandelt, legte Bürgermeisterin Eva John in einer umfangreichen Stellungnahme den Werdegang bis zur Markierung offen, einschließlich der bei Polizei und Feuerwehr eingeholten Einschätzungen. Es wird wohl bei der Markierung des Radschutzstreifens bleiben.

Am 26. Juni 2019 hatte der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität einstimmig die Planung und Umsetzung genehmigt, mit der Einschränkung, dass der Vorgang erneut vorgelegt werden müsse, wenn Feuerwehr und Polizei eine ablehnende Haltung einnehme (siehe Erst Polizei und Feuerwehr fragen). In einer ersten Befragungsrunde sprachen sich sowohl Feuerwehrkommandant Markus Grasl als auch der Verkehrssachbearbeiter der Polizei gegen die Maßnahme aus. Sie  verwiesen auf mehrere Punkte, die die Umsetzung aus ihrer Sicht als fragwürdig, wenn nicht sogar unzulässig  erscheinen ließen. Daraufhin hatte das Rathaus Änderungen vorgenommen. Statt 1,25 Meter ist der Schutzstreifen nun 1,50 Meter breit. Die Parkplätze der Feuerwehreinsatzkräfte, wurden neu geregelt, so dass es künftig auch nicht mehr nötig ist, dass die privaten Pkw der anrückenden Aktiven zwischen den Hallentoren des Feuerwehrhauses abgestellt werden müssen, was dort zur Behinderung beim Ausfahren der großen Fahrzeuge führte. Die Polizei äußerte jetzt, sie sehe die Anlage des Streifens wegen des aus ihrer Sicht hohen Verkehrsaufkommens im fraglichen Bereich der Rheinlandsstraße nach wie vor für kritisch, aber für „grundsätzlich rechtlich zulässig“. Die Kreisbrandinspektion Starnberg teilte mit, es bestünden ihrerseits keine grundsätzlichen Bedenken. Also wurde markiert. Grasl ist damit nach wie vor nicht glücklich, was dazu führte, dass Kammerl im Stadtrat behauptete, die Feuerwehr lehne den Schutzstreifen ab.

Die Feuerwehr hat aber nun gegenüber ihrem Gerätehaus acht Parkplätze, die durch die entsprechende Beschilderung mit eingeschränktem Halteverbot und Zusatzzeichen „Für Einsatzkräfte frei“ versehen wurden. Dazu drei weitere Stellplätze auf der Südseite der Rheinlandstraße mit gleicher Beschilderung. Auf dieser Seite befinden sich nun auch sämtliche Stellplätze für die Öffentlichkeit, somit auch die für die Postkunden.