Von Ruhestand kann bei ihm keine Rede sein. Auch wenn Jürgen Busse heute seinen 70. Geburtstag feiern kann. Der langjährige Starnberger Stadtrat (1990 bis 2016), kurzfristig auch Dritter Bürgermeister, Fraktionsvorsitzender der UWG und noch amtierender Kreisrat für die Freien Wähler im Landkreis Starnberg, kann die Juristerei nicht lassen. Er ist nach seinem Ausscheiden als Geschäftsführendes Präsidialmitglied beim Bayerischen Gemeindetag, für den er sich 25 Jahre beruflich engagiert hatte,  Mitglied im Team der Rechtsanwälte bei „Döring.Spieß“ in München geworden. Aktuell berät er die „Asto Campus Starnberg GmbH“, die wie berichtet für die Entwicklung des Projektes zur Erweiterung des Gewerbegebietes in Schorn verantwortlich zeichnet.

Nach wie vor ist der glühende Verfechter des B2-Tunnels als in seinen Augen einzig wahre Verkehrslösung für die Kreisstadt Starnberg Vorsitzender des von ihm auch gegründeten Vereins „Umweltbewusste Verkehrsentlastung für Starnberg e.V.“. Busse war von Beginn des Streites um Tunnel oder Umfahrung  – was ist die beste Lösung für Starnberg? – einer der wenigen, die deutlich gesagt haben: „Der Tunnel wird immer die Alternative sein. Weil es diese Alternative gibt, wird eine Umfahrung niemals genehmigt.“ Die Stadtratsmehrheit, zu der auch Busses UWG gehört, hat der Bevölkerung im Februar 2017 allerdings weis gemacht, man könne den Tunnel bauen und die Umfahrung „planen“.

Der Vater zweier Töchter und Großvater mehrerer Enkelkinder war und ist anerkannt als Experte auf dem Gebiet des Baurechts und Kommunalrechtes und hat an zahlreichen Veröffentlichungen mitgewirkt. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande (2008) und des Bayerischen Verdienstordens (2013).