Im April 2018 waren die Parkplätze in der Ludwigstraße zwischen Wittelsbacher- und Hauptstraße von der Seite der Kreissparkasse auf die gegenüberliegende Nordseite der Straße verlegt worden. Sehr zum Ärger eines der CSU nahestehenden Anliegers. Heuer im Mai stellte die CSU-Fraktion, unterstützt von anderen Fraktionen, den Antrag, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. So schnell wird es nicht dazu kommen, wenn überhaupt, denn es gab gute Gründe für die Verlegung.

Hintergrund der Verlegung war das Brandschutzkonzept, das Teil der Baugenehmigung der Kreissparkasse gewesen war. Demnach befanden sich die Parkplätze vor der Verlegung genau in dem Bereich, in dem die für die Feuerwehr-Aufstellflächen für das im Notfall erforderliche Anleitern nötig sind. Die entsprechenden Markierungen waren in der Sitzung des Ausschusses für Energie, Umwelt und Mobilität in den von der Verwaltung gezeigten Plänen zu sehen. Bürgermeisterin Eva John sagte, man habe sich an die Stellungnahme der Feuerwehr aus dem Septemberg 2016 gehalten und die Veränderung vorgenommen. Aus den Plänen war auch zu ersehen, dass fast die ganze Breite der Ludwigstraße für die Feuerwehr freizuhalten wäre, ebenso die Wittelsbacherstraße entlang des gesamten Sparkassengebäudes. „Ich kann die Rücknahme der jetzigen Regelung nicht empfehlen“, sagte John.

„Ich bin anderer Ansicht“, konterte Stefan Frey (CSU). Er habe Kontakt mit Feuerwehrkommandant Markus Grasl aufgenommen, der gesagt habe, er sei nicht beteiligt worden und halte die Änderung auch nicht für nötig. Im September 2016 war Grasl aber auch noch nicht im Amt. „Die Baugenehmigung hat das Landratsamt offenbar nicht durchdacht.“ Zumindest sei die jahrelange andere Praxis akzeptiert worden, so Frey, der darauf hinwies, dass die Familie, die dort wohne, stark beeinträchtigt werde. Seiner Ansicht nach müsse dann auch überdacht werden, ob nicht sogar die Bäume entlang des Sparkassengebäudes die Feuerwehr störten. Nachdem Frey die Pläne gesehen hatte, meinte er: „Dann möchte ich vom Landratsamt und von der Feuerwehr eine Stellungnahme, ob dies so vorgeschrieben ist.“ Franz Heidinger (BLS) unterstützte Frey. Franz Sengl (Grüne) beantragte, dass auch die Parkplätze entlang der Wittelsbacherstraße weggenommen werden. Der Ausschuss einigte sich einstimmig darauf, dass vorerst alles bleibt wie es ist, die Verwaltung die Anordnung der Parkplätze von den Fachbehörden prüfen lässt und dem Ausschuss das Ergebnis dann wieder vorgelegt wird.