Der Bauausschuss hat in der Juni-Sitzung zwar die Änderung des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet nördlich der B2 in Starnberg beschlossen, den dazugehörigen Entwurf für die Eingliederung des vom Landkreis geplanten Neubaus einer Fachoberschule (FOS) gebilligt und die Verwaltung beauftragt, die Öffentlichkeit sowie Behörden und Träger öffentlicher Belange frühzeitig zu beteiligen, doch bis der Neubau irgendwann steht, vergeht wohl noch eine geraume Zeit. Deshalb wurde in gleicher Sitzung die Ausdehnung des schon bisher bestehenden Provisoriums für die Schule an der Moosstraße 18 (ehemals Pacific-House) für die nächsten zwei Jahre genehmigt.

In dem Gebäude wird nun auch das Obergeschoss für die Schulnutzung bereit gestellt. Hintergund ist, dass das Ministerium als dritte Fachrichtung „Internationale Wirtschaft“ bewilligt hat. Somit werden zwei neue Klassenräume für je bis zu 30 Schüler und ein Gruppenraum neu benötigt, sowie ein kleiner Bereich für die Verwaltung und für Lehrerzimmer. Barrierefrei zugängliche Räume kann die FOS jedoch nur an ihren Zweigstellen in der Gautinger Straße 1 und Moosstraße 18b sicherstellen.

Mit der Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zu dieser Nutzungsänderung sprach sich der Ausschuss gleichzeitig einstimmig und ohne Debatte für Befreiungen von den Festsetzungen des bisherigen Bebauungsplanes aus. So muss ein Grünstreifen nicht hergestellt werden, und fünf Stellplätze wurden außerhalb des Schulgrundstücks ermöglicht.

Was die Neubaupläne des Landkreises angeht, bedauerte Iris Ziebart (FDP) zum wiederholten Mal die geplante hohe Versiegelung des Grundstücks am Seilerweg 14. Die betrage nun 90 statt der Leitlinie der Stadt mit 80 Prozent. Gegen die Fortführung dieses Bebauungsplanes stimmten Ludwig Jägerhuber (CSU) und Josef Pfister (BMS), weil sie den Standort grundsätzlich für eine Schule dieser Größenordnung und Bedeutung nicht für geeignet halten und dies auch von Beginn der Überlegungen an gesagt hatten.