Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität sowie der Stadtrat haben der Anpassung und Fortschreibung des 2014 erstmals beschlossenen ökologischen Kriterienkatalogs einstimmig grünes Licht erteilt. Vorgenommen hat die Überarbeitung der STAgenda-Arbeitskreis Energie unter der Leitung von Karin Wurzbacher. Die Fortschreibung sei für die Aktualität notwendig begründete sie es. Dabei hätten sich „nicht wahnsinnig gravierende Änderungen“ ergeben. Vielmehr mussten inzwischen erlassene gesetzliche Vorgaben und Stadtratsbeschlüsse eingearbeitet werden. „Der Katalog ist eine Empfehlung für das Bauen in der Stadt Starnberg“, so Wurzbacher. Er sei allerdings nicht bindend.

Zustimmung fand der Katalog auch in der folgenden Stadtratssitzung (einstimmig). Lediglich in der Frage, ob der Kriterienkatalog  auch in der Bauleitplanung in die Abwägung einzustellen und in der Begründung zu Bebauungsplänen darzustellen ist, war man sich nicht ganz einig (25:3). Klar gestellt wurde, dass die Kriterien für private Bauherren eine Empfehlung ist. Für die Stadt soll er jedoch Verpflichtung sein, wenn sie selbst etwas baut. Markus Mooser (WPS) merkte an, der Staat verstoße eklatant gegen das ökologische Bauen, wenn er zum Beispiel den B2-Tunnel „aus reinem Beton“ baue, das „obwohl der Tunnel völlig unnötig ist“. Wie immer, wenn das Thema Tunnel auf den Tisch kommt – Aufstöhnen bei der Stadtratsmehrheit.